Kloster Springiersbach - Geschichte Teil I |
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1095 rief Papst Urban II. zum ersten Kreuzzug auf. Massen von fanatisierten
Menschen machten sich auf den Weg nach Jerusalem. Wie fanatisiert sie
waren, zeigt der Judenprogrom von 1096, als Kreuzfahrer Tausende von Juden
in den rheinischen Städten massakrierten.
Im Zuge dieser Bewegung ist Springiersbach entstanden. Es darf sich rühmen, das erste Reformkloster im Bistum Trier gewesen zu sein. Das verdanken wir einer frommen Frau Namens Benigna, Witwe des pfalzgräflichen Ministerialen Ruker (Rudgerus), der im Kröver Reich bedienstet war. Benigna stammte aus der Dauner Ministerialenfamilie. Das waren im Vergleich zum alten Adel, den Edelfreien, recht kleine Leute, aber sie entwickelten sich im Lauf des 12. Jhdts. zum Ritterstand, dem sogenannten niederen Adel und hoben sich stark von der breiten Masse ab. Nach dem Tode Rukers entschloß sich die Witwe Benigna, sich auf
ihr Witwengut auf Thermunt, einem Gehöft im Kondelwald zurückzuziehen
und und ihr Leben in mönchischer Abgeschiedenheit Gott zu widmen.
Ihr Sohn Richard, ein hochgebildeter Jüngling, und ihre Tocher Tenxwindis
schlossen sich an. Weitere Gleichgesinnte folgten. Das geschah um das
Jahr 1100. Teil II - Wie konnte die Witwe Benigna zur Klostergründerin werden? |
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