Ursprung und Ziel des Ordenslebens, also auch des Lebens im Karmel, ist der
Vater, der uns durch die Kraft des Heiligen Geistes zu einer geistlichen Erfahrung
der tiefen Beziehung und Liebe zum gehorsamen, armen und keuschen Jesus Christus
beruft.1 Es ist der Vater, der
uns durch den Heiligen Geist heiligt und umformt, uns dem Bild Christi ähnlich
macht und in die Gemeinschaft mit sich und den Brüdern führt. Unsererseits
wählen wir sowohl als Person wie auch als Gemeinschaft Jesus als den einzigen
Herrn und Erlöser unseres Lebens.2
Wir lassen uns auf einen das ganze Leben umfassenden Weg wachsender und fortschreitender
Umkehr ein, um durch den Geist mit Christus gleichförmig und mit Gott eins
zu werden.
6. Die Nachfolge Christi
Das Bemühen, Jesus Christus mit unserer ganzen Person nachzufolgen und
ihm „mit reinem Herzen und gutem Gewissen treu zu dienen“3,
bedeutet, in ihm leben zu wollen. Er soll unser Leben, unsere Gedanken und Gefühle,
Worte und Taten, unser brüderliches Miteinander und den Gebrauch der Dinge
bestimmen, so dass alles „in seinem Wort“ geschieht.4
Der Karmelit fühlt sich von Jesus Christus angezogen und zu einer personalen
und lebendigen, tiefen und beständigen Beziehung mit ihm eingeladen, bis
er dessen geistliche Eigenschaften gewinnt und ihm gleichgestaltet wird.5
Die Begegnung mit Christus im Gebet, in seinem Wort und in der Eucharistie
sowie in den Brüdern und den Begebenheiten des Lebens gestaltet uns um
und drängt uns, Christus in der Welt zu bezeugen und zu verkünden.
„Die Nachfolge Christi bleibt deshalb unser Grundgesetz und bestimmt
unseren Weg zu einer tieferen Erfahrung der Liebe Gottes.“6
Darum ist das Wesen unserer Ausbildung das Bemühen um eine tiefe Beziehung
und Gleichförmigkeit mit Christus.
7. In der Kirche berufen
Der Vater beruft uns zur Heiligkeit und zur Nachfolge Christi und versammelt
uns in der Kirche, die sein Volk, die Braut und der Leib Christi ist und vom
Geist belebt wird. „Alle Gläubigen teilen kraft ihrer Wiedergeburt
in Christus eine gemeinsame Würde; alle sind zur Heiligkeit berufen; alle
wirken am Aufbau des einen Leibes Christi mit, ein jeder entsprechend seiner
Berufung und der vom Geist empfangenen Gabe (vgl. Röm 12,3-8)“.7
Für die Kirche hat das Leben der besonderen Weihe durch die evangelischen
Räte einen „unbestreitbaren Anteil an ihrem Leben und ihrer Heiligkeit.“8
Da sich im Ordensleben „die Lebensweise Christi selbst widerspiegelt,
findet sich darin eine besonders reichhaltige Beschreibung der evangelischen
Güter und eine vollkommene Verwirklichung des Zieles der Kirche, das die
Heiligung der Menschheit ist.“9
Außerdem ist das in Gemeinschaft gelebte Ordensleben ein „ausdrucksvolles
Zeichen“10 der Kirche,
die „ihrem Wesen nach Geheimnis der Gemeinschaft“11
und „Abbild der Dreifaltigkeit“12
ist.
Unsere Berufung als Brüder der Seligen Jungfrau Maria vom Berg Karmel
ist eine Form des Ordenslebens in der Kirche. Von ihr her hat sie ihren Ursprung
und teil an ihrem Geheimnis.
8. Christus folgen als brüderliche Gemeinschaft mit einer Sendung
Die Berufung zum Leben im Karmel ist eine freie Initiative Gottes und von ihm
geschenkt.13 Sie bewirkt und
erfordert eine personale Antwort: die Grundentscheidung für ein Leben,
das konkret und radikal der Nachfolge Christi geweiht ist.
Wir sind berufen, sie in einer brüderlichen Gemeinschaft als ein „ausdrucksvolles
Zeichen der kirchlichen Gemeinschaft“ miteinander zu teilen.14
Wir sind berufen, in Gemeinschaft mit dem Herrn und seiner Kirche die Sendung
der Evangelisation und des Heils zu verwirklichen15,
damit allen das Evangelium verkündet wird und sie so die Familie Gottes
bilden können.
9. Die Profess der evangelischen Räte
Die im öffentlichen Gelübde versprochenen evangelischen Räte
des Gehorsams, der Armut und der Keuschheit sind eine konkrete und radikale
Weise der Nachfolge Christi. Sie sind „vor allem eine Gnadengabe der Heiligsten
Dreifaltigkeit“,16 deren
ewige und unermessliche Liebe „ an die Wurzeln des Seins rührt.“
17
Wenn sie in freiem Entschluss und in Liebe angenommen sind, tragen die evangelischen
Räte zur Läuterung des Herzens und zur geistlichen Freiheit bei. Denn
der Geist gestaltet uns durch sie immer mehr um und macht uns Christus gleichförmig.18
Wir werden wie eine „lebendige Erinnerung an die Lebens- und Handlungsweise
Jesu“.19
Durch die evangelischen Räte werden wir nicht weltfremd, sondern Sauerteig
für die Umformung der Welt20
und Zeugen „der Wunder, die Gott in der schwachen Menschlichkeit wirkt“.21
B. Aufbruch zur Antwort
10. Gnade und Sünde
Die uns von Gott umsonst geschenkte Berufung fällt nicht auf neutralen
Boden, sondern richtet sich an einen Menschen mit seiner Heils- und Unheilsgeschichte.
Jeder von uns spürt neben der kraft- und lebensspendenden Macht der Gnade,
in Freude den Heilsplan Gottes zu verwirklichen, einen inneren Konflikt, der
den Wachstumsprozess beeinflusst. Der heilige Paulus sagt dazu: „Ich tue
nicht das Gute, was ich will, sondern das Böse, was ich nicht will ...
Ich stoße also auf das Gesetz, dass das Böse vorhanden ist, obwohl
ich das Gute tun will.“22
Aber auch in dieser Zerbrechlichkeit ist jedem das Wort des Herrn an Paulus
zugesichert: „Meine Gnade genügt dir; denn sie erweist ihre Kraft
in der Schwachheit.“23
11. Selbsterkenntnis
Die menschliche Person „in ihrer Innerlichkeit übersteigt die Gesamtheit
der Dinge.“24 In ihren
drei Dimensionen, der physischen, psychischen und spirituellen, spürt sie
den Anruf der natürlichen wie der geistlichen Werte. Die Bedingungen, denen
sie unterworfen ist, und die Grenzen, unter denen sie leidet, hemmen jedoch
die geistliche Ausrichtung.
Deshalb muss die unbewusste Dimension des Menschen beachtet werden, damit er
immer mehr sich selbst und die Motive des eigenen Handelns kennt und frei auf
die Berufung antworten kann.
Die Selbsterkenntnis und das Wissen um die eigenen Fähigkeiten und Grenzen
helfen, alle vorhandene Energie konstruktiv zur Verwirklichung der Berufung
einzusetzen.25
12. Ganzheitliche Reife
Zwischen der menschlichen und religiösen Reife besteht eine dynamische
und wechselseitige Beziehung: je mehr wir mit psychischen Problemen fertig werden,
desto eher können wir angemessene und geeignete persönliche Entscheidungen
treffen und die Verantwortung dafür übernehmen. Je authentischer wir
unsere Berufung leben, desto mehr leben wir für transzendente Werte und
empfinden unser Menschsein als erfüllt.
Die Ausbildung soll daher dem einzelnen helfen, die Reife der Berufung zu erreichen,
d. h. sich auf einen kontinuierlichen Prozess der Umkehr einzulassen, in Übereinstimmung
mit authentischen Vorstellungen von Gemeinschaftsleben und Dienst, die das schrittweise
Vorankommen auf dem Weg einer fortschreitenden geistlichen Umformung unterstützen.26
Außerdem soll die Ausbildung zur psychischen Reife verhelfen, in der
die Person sich selbst erkennt und einen Weg finden kann, die gewählte
Lebensform trotz möglicher Grenzen und Widerstände ohne Fehlentwicklungen
zu leben.
13. Umkehr und Wachsen im Menschsein
Die Ausbildung ist ein Prozess, der die Person während des ganzen Lebens
auf allen Ebenen einbezieht und sie zur Umkehr, d.h. zu einer radikalen Neuorientierung
und einer fortschreitenden Umformung ihrer selbst, ihrer Beziehung zu den andern
und zu Gott ermutigt.
Die Reifung geschieht unter der Führung des Geistes, der uns dem gekreuzigten
und auferstanden Christus immer ähnlicher macht, uns immer mehr mit dem
Vater vereint und uns so zu einem lebendigen Stein beim Aufbau des geistigen
Hauses werden lässt.27
Entsprechend befreit psychisches Wachstum zu einer größeren Offenheit,
den Ruf Gottes zu hören und ihm zu antworten. In diesem Sinn ist Umkehr
auch ein Weg zur vollen christlichen Freiheit.
Umkehr auf intellektueller Ebene kann durch eine neue Erkenntnis oder Offenbarung
der Werte des Evangeliums sowie die Fähigkeit, diese zu integrieren und
im Leben wiederzuentdecken, zu einem tieferen Verständnis unserer selbst
und unserer Absichten führen und umgekehrt.
Auf moralischer Ebene vermittelt uns die Integration des Evangeliums in unser
Leben tief verankerte Überzeugungen, die ihrerseits die Identität
stärken und die Persönlichkeit zu größerer Reife führen.
Auf der affektiven Ebene werden wir fähig, angemessene Beziehungen aufzubauen.
Eine reife Beziehung ist nicht besitzergreifend, sie lässt Raum für
den anderen und ist sowohl engagiert als auch frei bis hin zur Selbsthingabe.
Auf sozialer Ebene erkennen wir unsere Verantwortung beim Aufbau der Gesellschaft
und lassen uns auf die Zusammenarbeit mit anderen für das Gemeinwohl ein.
Dem einzelnen wird geholfen, sich auf diese dynamische Umkehr einzulassen.
Dabei ist zu beachten, dass die genannten Ebenen ihre jeweiligen Zeiten haben
und auf unterschiedliche Weise in jedem anders wirken. Die volle religiöse
Umformung schließt zwar alle Ebenen ein, jedoch sind diese nicht als notwendige
Voraussetzungen zu verstehen, da sie auch die Frucht eines solchen Weges der
Umformung sein können.
C. Der Weg der Ausbildung
14. Immer auf dem Weg
Die Ausbildung soll so vermittelt werden, dass sie nicht als bloße Vorbereitung
auf die endgültige Bindung an den Orden, sondern als eine Dynamik verstanden
und angenommen werden kann, die das ganze Leben andauern wird.
Der Ausbildungsprozess ist niemals abgeschlossen, denn die menschliche, spirituelle,
religiöse und karmelitanische Reife wächst mit der Person, die Christus
begegnet ist und seinem Ruf geantwortet hat, ihm im Karmel folgt und sich so
von seiner Liebe ergreifen und umformen lässt.
Der Ausbildungsprozess wird also nicht einfach als eine Aneignung von Ideen,
Verhaltensweisen und eines strengen Lebensstils gesehen; es geht vielmehr um
den Erwerb von Fähigkeiten der kritischen Unterscheidung, Flexibilität
und Verfügbarkeit. Durch diese Fähigkeiten können wir unser Leben
ständig erneuern und unaufhörlich danach streben, entsprechend der
karmelitanischen Lebensweise Christus radikal anzugehören.
15. Ein personaler Weg
Die Ausbildung muss sich auf die Person ausrichten und den Weg des einzelnen
berücksichtigen. Die Ausbildungsordnungen sollen jedem helfen, sich die
frei gewählten Werte in einer fortschreitenden und immer tieferen Weise
nach dem Modell der „hierarchischen Spirale“28
und in einer Atmosphäre des Dialogs und Respekts anzueignen. Pädagogisches
Prinzip sollte es sein, niemals einen Wert vorzugeben, ohne gleichzeitig zu
zeigen, wie er auch konkret verwirklicht sowie affektiv und effektiv zu eigen
gemacht werden kann.
Die Werte werden so integriert, dass die Person in freier Antwort auf den Ruf
Gottes, sich der Liebe zu öffnen, Verantwortung für ihr Leben übernehmen
kann. Von Beginn des Ausbildungsprozesses an muss gelernt werden, nach und nach
Dienste für die Ordensgemeinschaft und die Kirche zu übernehmen.
16. Auf dem Weg zur Freiheit
Die Ausbildung muss zur Freiheit verhelfen, über das eigene Leben, die
eigenen Interessen, das eigene egoistische Ich und die persönlichen Bedürfnisse
hinauszugehen, um sich für das Wirken des Geistes zu öffnen und in
der Liebe zu Gott, zur Kirche, zum Orden und zum Nächsten zu wachsen. Der
Ordensmann soll die Transzendenz und nicht die eigene Geltung suchen; er lebt
in Gemeinschaft mit den Brüdern für Werte und nicht für Rollen;
er sucht in Treue das Angesicht Gottes widerzuspiegeln und nicht die Produktivität.
Es liegt im Wesen der evangelischen Räte des Gehorsams, der Armut und der
Keuschheit, diese Dynamik der Freiheit auf allen Ebenen zu beleben und auszudrücken.
Eine solche Freiheit ist von physischen, psychischen, erzieherischen und sozialen
Faktoren bestimmt. Sie wird also nicht vorausgesetzt, sondern in ihrem Wachstum
reflektiert und bestärkt.
17. Gemeinsam auf dem Weg
Der Ausbildungsprozess hat eine sozio-kulturelle Dimension. Jeder kommt aus
einem bestimmten sozialen und kirchlichen Umfeld und wird Teil einer Gemeinschaft
von Menschen, die sich in Alter, Kultur, Rolle, etc. unterscheiden und in die
Gesellschaft gesandt sind, das Evangelium zu bringen und Zeugnis zu geben. Deshalb
braucht es nicht nur die Umkehr zu Christus und den Werten des Reiches Gottes,
sondern auch die Erkenntnis und Wertschätzung des „Samen des Wortes,“29
der in der Gesellschaft gegenwärtig ist. Ihre Herausforderungen müssen
angenommen werden, und es muss die Bereitschaft geben, sich von ihr auch anfragen
und evangelisieren zu lassen, ohne jedoch zu vergessen, prophetische Stimme
und kritisches Gewissen zu sein. Wir werden als Mitarbeiter an einer neuen Welt
der Gerechtigkeit und des Friedens gebraucht.30
18. Auf den Wegen des Karmel
Von Anfang an muss die Ausbildung ausgesprochen karmelitanisch sein. Im Kandidaten
werden die Berufung und das Charisma des Karmel als potentiell gegenwärtig
erachtet, sozusagen als Befähigung und Geschenk, als Berufung, die es aufzubauen
und zu entwickeln gilt; nicht als ein äußerer, peripherer Zusatz
der existentiellen Identität der Person.
Die Ausbildung will die Person zu einer stufenweisen Identifikation mit dem
Karmelitenorden und zur Entwicklung eines tiefen Zugehörigkeitsbewusstseins
befähigen.
Der Identifikationsprozess ist komplex und vollzieht sich auf zwei Weisen:
a) durch die Aneignung eines Identitätsbewusstseins, das ein grundlegendes
Gefühl personaler Ganzheit ermöglicht und dauerhaft, auch in sich
wandelnden Situationen, Bestand hat. Dies beinhaltet die Fähigkeit, die
Dinge je neu zu sehen und sich veränderten Gegebenheiten anzupassen, jedoch
immer in Beziehung zu einer realistischen Werteordnung.
b) durch die Identifikation mit den anderen und besonders mit dem Orden, der
Provinz und der Gemeinschaft. In diesem Identifikationsprozess stehen unsere
persönlichen Bedürfnisse mit unseren sozialen Bedürfnissen in
dynamischer Spannung: die Notwendigkeit dazuzugehören, ohne jedoch die
eigene Identität zu verlieren.
D. „Dieser Weg ist heilig und gut, auf ihm sollt ihr gehen“
19. Prinzipien und Kriterien karmelitanischer Ausbildung
Die Ausbildung im Karmel wird deshalb von folgenden Prinzipien und Kriterien
geleitet:
Die Berufung zum Ordensleben ist eine geschenkte Initiative Gottes und
verlangt eine freie Antwort des Berufenen.
Diese Antwort verwirklicht und entfaltet die in der Taufe empfangene Berufung,
die allen Gläubigen gemeinsam ist und führt zu einer tieferen und
neuen Bindung und Verpflichtung gegenüber Christus und der Kirche.31
Die Berufung zum Ordensleben verlangt die Hingabe der ganzen Person. Dies
konkretisiert sich in einem Leben nach dem Evangelium und den evangelischen
Räten und wird in Gemeinschaft gelebt. Es geht nicht um die Übernahme
einer Rolle oder die Erfüllung einer Aufgabe, sondern darum, das Leben
dem umformenden Wirken Gottes und seinem Heilsplan zu überlassen und
anzuvertrauen.
Vorrangige Aufgabe der Ausbildung ist die Förderung der Integration
der Person auf physischer, psychischer, spiritueller und kultureller Ebene
sowie im Bereich des Dienstes, um die Reife in Christus zu erreichen. Dabei
soll jeder Zwiespalt zwischen Ordensmann-Sein und Mensch-Sein vermieden werden.
Die Antwort auf den Ruf wird gemeinsam und in gegenseitiger Ergänzung
mit der eigenen Gemeinschaft, der Provinz, dem Orden und den Mitgliedern der
Karmelitanischen Familie gelebt.
Das Charisma des Karmel wird gemeinsam und in gegenseitiger Ergänzung
mit den anderen Gaben und Charismen der Kirche gelebt und geteilt, da es an
der gemeinsamen Aufgabe teilhat, den einen Leib Christi im Dienst für
Gott und für die Menschen aufzubauen.32
Aus dem sozialen Umfeld, in dem zu leben wir gerufen sind, und aus den
konkreten geschichtlichen Anforderungen, die an die Kirche gestellt werden,
ergeben sich weitere Kriterien für die konkreten Möglichkeiten,
unser Charisma zu verwirklichen, und damit konsequenterweise auch für
unsere Ausbildung.
Der Weg der Ausbildung umfasst das ganze Leben: Gott erneuert seinen Ruf Tag
für Tag und will eine immer neue Antwort.
2 Vgl. Regel, 2, 19, 23; Konst. 2, 3,
14. (Anm. d. Herausgeber: die Angaben bezüglich der Regel beziehen
sich auf die neue gemeinsame Nummerierung O.Carm/OCD, die am 21. Mai 1998
von den beiden Generalräten approbiert wurde. Der Text der Regel ist
in dieser deutschen Ausgabe der RIVC abgedruckt.)
5 Unter den vielen Texten der Tradition
des Karmel können wir aufführen: Teresa v. Jesus, Leben 9,4; 22,
4-7; Johannes v. Kreuz, Aufstieg zum Berg Karmel, 1.13,3; 2.7,8-12; Geistlicher
Gesang B 1,2-6.10; Lebendige Liebesflamme 2,16-20; Maria Magdalena v. Pazzi,
Probatione 780; Ammaestramenti, XXXVI; Johannes vom Hl. Samson, L’Aguillon,
3, 854-886 (f.362r°); Michael vom Hl. Augustinus, Introductio ad vitam
internam, tractatus tertius sive Brevis Instructio ad vitam mysticam, 27.
28 Jede Phase der Ausbildung schließt
die vorhergehende ein und führt den Bruder im Prozess der Ausbildung
auf eine jeweils höhere Stufe der Integration und Verinnerlichung der
Werte.