herausgegeben von der
Oberdeutschen und Niederdeutschen Provinz der Karmeliten
Bamberg / Hamminkeln-Marienthal 2004
Vorstellung durch den Generalprior
Curia Generalizia dei Carmelitani
Via Giovanni Lanza, 138
00184 Roma, Italia
Prot. 115/2003
16. Juli 2003, am Hochfest Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel
Meine lieben Brüder und Schwestern im Karmel,
der Text der Regel des Dritten Ordens, den ich mit Freude vorlegen darf, hat
eine lange Geschichte. Es scheint, dass der erste Text 1455 vom seligen Johannes
Soreth geschrieben worden ist. An ihn hat Papst Nikolaus V. 1541 die berühmte
Bulle „Cum nulla“ gerichtet, um so mit dem amtlichen Siegel die
Laienmitglieder des Ordens zu bestätigen, die unsere Spiritualität
in ihrer eigenen Situation leben.
Nach dem II. Vatikanischen Konzil wurde entschieden, die Regel des Dritten
Ordens der Zeit anzupassen (aggiornamento). Dieser Prozess dauerte über
dreißig Jahre. Dabei wurden viele Laien im Karmel einbezogen. Nach dem
Generalkapitel 1995 wurde vom Generalrat eine internationale Kommission ernannt,
die die Endphase dieses Anpassungsprozesses durchführen sollte. Während
des Jubiläumsjahres 2000 wurde ein neuer Text den Teilnehmern eines Treffens
der Laien im Karmel, das in Rom stattfand, unterbreitet. Dabei wurden die Kommentare
in den endgültigen Entwurf eingearbeitet. Der vom Generalkapitel 2001 neugewählte
Generalrat fasste das endgültige Dokument ab, um es dem Heiligen Stuhl
zur Approbation vorzulegen. Diese wurde am 11. April 2003 erteilt.
Es war ein langer Prozess, aber er hat sich gelohnt, weil wir jetzt ein Dokument
haben, das den Laien im Karmel bei ihrer Suche nach einem Leben im Gehorsam
gegenüber Jesus Christus helfen wird. Im Brief „In das Land des Karmel“
anlässlich der 550-Jahrfeier der päpstlichen Bulle „Cum nulla“
habe ich geschrieben: „Die Regel des hl. Albert ist das charismatische
Dokument, das am Beginn aller Formen karmelitanischen Lebens steht. Dieser kurze
Text enthält im Kern die wesentlichen Elemente des karmelitanischen Charismas.
Diese Elemente sind in den Jahren danach immer weiter entfaltet worden, und
die karmelitanische Tradition ist durch das Leben von unzähligen Personen,
besonders durch unsere Heiligen, bereichert worden. Jeder, der zu einem Leben
nach dem Weg des Karmel berufen ist, hat seinen Einfluss auf die Tradition und
gibt sie an andere weiter. ... Die Ordensleute im Karmel haben Konstitutionen,
durch die die Regel des hl. Albert an die jeweilige Situation angepasst wird.
Dem ähnlich besitzt der Dritte Orden eine Regel ... die versucht, eine
Verbindung zwischen den Idealen des Karmel und den gegenwärtigen Umständen
derer herzustellen, die versprochen haben, danach zu leben.“
Daher erlasse ich mit diesem Dekret die Regel des Dritten Ordens des Karmel,
auch bekannt als weltlicher Zweig des Ordens der seligen Jungfrau Maria vom
Berge Karmel.
Die Regel tritt am 8. Dezember 2003 in Kraft. Der Zeitraum zwischen dem Erlass
und dem Inkrafttreten (vacatio legis) wird die Möglichkeit bieten, die
Regel zu studieren und die örtlichen Statuten anzupassen, bevor die Regel
verbindlich wird. Um eine möglichst große Personenzahl in einer möglichst
kurzen Zeit erreichen zu können, erfolgt der Erlass des Textes und seine
Veröffentlichung durch das Internet. Der Originaltext der Regel des Dritten
Ordens ist italienisch. Dies ist der Text, der im Falle von Streitigkeiten maßgeblich
ist. Die Generalkurie wird dafür verantwortlich sein, dass der Text in
die anderen beiden offiziellen Sprachen des Ordens, d.h. ins Englische und Spanische
sowie ins Portugiesische und Französische übersetzt wird. Diese Übersetzungen
werden baldmöglichst auf der Internetseite des Ordens veröffentlicht,
so dass eine möglichst große Zahl der Laien im Karmel die Regel des
Dritten Ordens als eine Quelle der Inspiration für ihr Leben im Karmel
kennen lernen kann.
Die Daten des Erlasses (16. Juli) und des Inkrafttretens (8. Dezember) wurden
gewählt, um die Bedeutung Unserer Lieben Frau für das karmelitanische
Leben zu unterstreichen. Maria ist Mutter und Schwester aller, die zum Karmel
gehören, der Ordenleute und derjenigen, die ihre eigene Berufung als Laien
leben. Sie lehrt uns alle, über die Ereignisse des Lebens nachzusinnen
und bei der Arbeit in unserer Welt Gott zu erkennen, so dass wir mit ihr Gott
verherrlichen können. Möge Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel uns
führen, während wir versuchen, ihrem Sohn treu nachzufolgen.
Joseph Chalmers O.Carm.,
Generalprior
Dekret des Heiligen Stuhls
Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften
des apostolischen Lebens
Prot. n. C. 52-1/2003
Nach vorhergehender Zustimmung seines Rates hat der Generalprior des Karmelitenordens
den Text der Regel des Dritten Ordens des Karmel, das heißt des weltlichen
Zweiges des Ordens der seligen Jungfrau Maria vom Berge Karmel, dem Apostolischen
Stuhl vorgelegt und die Approbation erbeten.
Die Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften
des apostolischen Lebens approbiert und bestätigt nach aufmerksamer Prüfung
den oben genannten Text nach dem in italienischer Sprache abgefassten Exemplar,
das in ihrem Archiv aufbewahrt wird, entsprechend der rechtlichen Bestimmung,
die die Aufbewahrung vorschreibt.
Mögen die Mitglieder des weltlichen Zweiges des Karmelitenordens zusammen
mit Maria, der Königin des Karmel, die Wege der Geschichte gehen, offen
für die echten Bedürfnisse der Menschheit und immer bereit, mit dem
Herrn das Kreuzesopfer zu teilen und mit ihm den Frieden des neuen Lebens zu
erwarten.
Alle gegenteiligen Bestimmungen sind aufgehoben.
Vatikan, am 11. April 2003
Eduardo Kardinal Martínez Somalo, Präfekt
+ Piergiorgio Silvano, CP, Sekretär
Vorbemerkung
„Oftmals und auf vielfache Weise“1
hat der Herr durch die Erfahrung der Ordensleute zu reichen und anziehenden
Formen der Laienspiritualität angeregt. Der Karmel ist schon seit Jahrhunderten
für viele Laien ein bevorzugter und sicherer Weg zur Heiligkeit.2
Die Regel des hl. Albert ist wie eine Quelle, aus der der Fluss des Charismas
entspringt. Die in ihr enthaltenen Werte werden in immer neuen Formen für
die Laien verschiedener Zeiten und Orte ausgedrückt und angepasst, damit
auch sie das Charisma des Karmel konkret verkörpern und seine Spiritualität
in ihren eigenen Formen leben können.3
Teil I: Spiritualität und Charisma
Berufung zur Heiligkeit
1. Gott wollte sich zu erkennen geben, und er hat sich offenbart, indem er
in einen Dialog aus Liebe und Barmherzigkeit mit der Menschheit getreten ist.4
Er hat uns seinen Willen zur Gemeinschaft bekannt gemacht, indem er Männer
und Frauen zur Teilnahme an seinem Leben berief. Dieser Plan wird durch den
Heiligen Geist in Christus, dem endgültigen und höchsten Wort des
Vaters5, vollendet. In ihm
hat Gott bereits alles offenbart. In Jesus Christus, geboren von Maria, spricht
der unsichtbare Gott zu den Menschen wie zu Freunden und ist bei ihnen, um ihnen
Gemeinschaft mit sich zu schenken und sie untereinander zu Geschwistern zu machen,
im Blick auf die Einheit der ganzen Menschheit in seinem Reich.6
Durch das Sakrament der Taufe werden die Menschen eingeführt in das göttliche
Leben, indem sie durch den Heiligen Geist zu Kindern des Vaters und zu Geschwistern
Christi werden.7 Sie sind zugelassen
zur Teilnahme an der umfassenden geschwisterlichen Versammlung der Kirche, die
das Volk Gottes ist. Sie ist das „Sakrament, Zeichen und Werkzeug für
die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit.“8
2. Deshalb sind alle Gläubigen jeden Standes zur Fülle des christlichen
Lebens und zur Vollkommenheit in der Liebe berufen: durch diese Heiligkeit wird
auch in der irdischen Gesellschaft ein menschlicherer Lebensstil gefördert.9
Die Räte, die Jesus im Evangelium seinen Jüngern gibt, fördern
in besonderer Weise einen Weg der Heiligkeit und der Umformung der Welt nach
dem Geist der Seligpreisungen. Sie werden in festen Lebensformen verschieden
gelebt, die vom Heiligen Geist erweckt und von der Kirche geregelt sind.
3. Im mystischen Leib Christi, der die Kirche ist, hat ein und derselbe Geist
immer wieder eine Vielfalt von Gaben und Charismen erweckt, wie jene der verschiedenen
Ordensfamilien. Diese bieten ihren Mitgliedern die Vorteile einer größeren
Festigkeit in der Lebensform an, indem sie eine Lehre leben, die durch Erfahrung
und durch das Leben heiliger Menschen bestärkt ist. So wollen sie die evangelische
Vollkommenheit erreichen in geschwisterlicher Gemeinschaft im Dienst Christi
und in einer Freiheit, die durch Gehorsam gefestigt ist.10
4. Manche Laien nehmen aufgrund einer besonderen Berufung am Charisma der Ordensgemeinschaften
teil, einem gemeinsamen Gut des Volkes Gottes, das auch durch sie zu einer Quelle
der Kraft und zu einer Schule des Lebens wird. Die Kirche selbst bestätigt
und ermutigt sie und lädt sie ein, sich um die treue Aufnahme der besonderen
Charakteristika der dieser Familien eigenen Spiritualität zu bemühen.11
Der Dritte Orden des Karmel
5. Der Orden der Brüder der Seligen Jungfrau Maria vom Berge Karmel ist
am Ende des 12. und am Beginn des 13. Jahrhunderts aus einer Gruppe von Männern
entstanden, die von den Heiligen Stätten des Evangeliums angezogen wurden
und sich in einem Leben der Buße und des Gebetes „Dem weihten, der
für euch sein Blut vergossen hat“12.
Sie ließen sich auf dem Berg Karmel, nahe der Quelle des Elija, nieder
und erhielten vom Patriarchen Albert von Jerusalem (1206-1214) auf ihre Bitte
hin eine Lebensregel. Er schloss sie zu einer einzigen Eremitengemeinschaft
zusammen, versammelt um eine Kapelle, die Maria geweiht war. Nach der Bestätigung
durch Honorius III. (1226) und Gregor IX. (1229) schloss Innozenz IV. (1247)
ihren Gründungsprozess ab und fügte sie, mit einigen Anpassungen ihrer
Lebensregel, in die neuen Orden der Apostolischen Brüderlichkeit (Mendikanten/Bettelorden)
ein. Er berief sie, das kontemplative Leben mit der Sorge für das Heil
des Nächsten zu vereinen.
6. Nachdem sie in Europa Fuß gefasst hatten, nahmen die Brüder in
ihren eigenen Konventen Laien auf, die in einer gewissen Weise als Karmeliten
betrachtet wurden. Sie nannten sich „Oblaten“ oder „Donaten“,
wenn sie ihre eigenen Güter den Konventen schenkten, von denen sie danach
bezüglich ihres Lebensunterhalts abhängig waren. Der größte
Teil von ihnen waren Frauen, die eigene Häuser benötigten. Sie nannten
sich auch „Mantellaten“, insofern sie ein Gewand ähnlich dem
der Brüder trugen.
7. Mit der Zeit wurden diese Laien in gleichartigen Gruppen organisiert mit
Verpflichtungen entsprechend denen der Brüder. Die erste kirchenrechtliche
Approbation trat mit der päpstlichen Bulle „Cum nulla“ in Kraft,
die von Papst Nikolaus V. am 7. Oktober 1452 erlassen wurde. Die genannte Bulle
lieferte – mit verschiedenen Entwicklungsstadien – die Grundlagen
für den II. und III. Orden. Die Bulle bevollmächtigt die Ordensoberen,
verschiedene Gruppen von Frauen zu leiten und deren Lebensform zu bestimmen.
Die Bewilligung, die in der Bulle „Cum nulla“ enthalten ist, wurde
später deutlicher in einer anderen Bulle ausgeführt, nämlich
in „Dum attenta“ von Sixtus IV. vom 28. November 1476. Diese beiden
päpstlichen Dokumente sind die Grundlage für die heutige Struktur
der Karmelitanischen Familie.
8. Die Bulle „Cum nulla“ erkennt die Existenz von unterschiedlichen
Gruppen mit feierlichen oder einfachen Gelübden an. Allmählich haben
einige dieser Frauen, die auch allein außerhalb eines Konventes leben
konnten, sich als dritte Gruppe der Karmelitanischen Familie gesehen. Deshalb
begann man, sie „Terziaren“ zu nennen. 1476 gestattete Papst Sixtus
IV. dem Karmelitenorden, die verschiedenen Laiengruppen so zu organisieren wie
die Dritten Orden der anderen Bettelorden.
9. Zur gleichen Zeit kamen Bruderschaften auf, die die Privilegien des Skapuliers
zu genießen wünschten. Der Generalprior Theodor Stratius (1632-1642)
suchte die Situation zu klären, indem er einen Dritten Orden von „continenti“
(Enthaltsamen)13 einrichtete,
in dem die Brüder und Schwestern die Gelübde des Gehorsams und der
standesgemäßen Keuschheit ablegten, während die übrigen
Laien den Skapulierbruderschaften zugeordnet wurden.
10. Schon im 19. und 20. Jahrhundert wurde versucht, den Aspekt des Lebens
in der Welt der Terziaren zu fördern. Diese Dimension hat ihre Spitze in
der Regel erreicht, die nach dem 2. Vatikanischen Konzil approbiert wurde. Heute
sind also die Terziaren zu der ihnen eigenen Aufgabe gerufen, und zwar die ganze
zeitliche Wirklichkeit zu durchleuchten und richtig einzuschätzen, so dass
sie die Werte verwirklichen mögen, wie Christus sie verkündet hat.
So sind sie da zum Lob des Schöpfers, des Erlösers und des Geistes,
der sie heiligt14, in einer
Welt, die so sehr verweltlicht ist, dass sie zu leben und zu handeln scheint,
als ob Gott nicht existiere. Von den Laien im Karmel wird die Mitarbeit an der
Neuevangelisation erwartet, die die ganze Kirche durchdringt: deshalb suchen
sie in sich selbst den Bruch zwischen dem Evangelium und dem Leben zu überwinden.
Sie machen sich jede Mühe, in ihren vielfältigen täglichen Aktivitäten
in Familie, Arbeit und Gesellschaft, die Einheit eines Lebens wiederherzustellen,
das im Evangelium die Inspiration und die Kraft findet, um in Fülle verwirklicht
zu werden.15
Bindung an den Karmel
11. Die Mitglieder des Dritten Ordens erkennen den Generalprior als ihren geistlichen
Vater, als Haupt und Band der Einheit an. Sie erhalten vom Orden Anleitung und
Bestärkung, die darauf ausgerichtet sind, das Erreichen der Ziele des eigenen
Dritten Ordens des Karmel voranzubringen, anzuspornen und zu fördern.16
Dabei wird den Laien selbst weitreichende Autonomie für die Initiativen
und die Leitung der einzelnen Gemeinschaften entsprechend ihren eigenen Statuten
überlassen.17 Sie sind
selbst zuständig für die Wahl ihrer eigenen Leitung. Sie werden durch
einen Priester, Karmelit oder nicht, oder durch einen Bruder oder eine Schwester
des Karmel geistlich begleitet und seelsorglich betreut.
12. Das grundlegende Band, das den Terziaren und die Terziarin mit dem Karmel
verbindet, ist die Profess. Diese Verpflichtung wird durch Versprechen oder
in einigen Fällen, wie nach unserem alten Brauch üblich, durch das
Ablegen der Gelübde des Gehorsams und der Keuschheit entsprechend der Pflichten
des eigenen Standes ausgedrückt. Auf diese Weise weiht sich der Terziar
und die Terziarin Gott tiefer und kann ihm so eine stärkere Verehrung erweisen.
Durch die Profess will der Terziar und die Terziarin das Taufversprechen vertiefen:
Gott über alles zu lieben und dem Teufel und seinen Nachstellungen zu widersagen.
Der Ursprung dieser Profess liegt im Weg, der gewählt wird, um die völlige
Gleichförmigkeit mit Christus zu erreichen. Tatsächlich wissen der
Karmelit und die Karmelitin, dass sie vor dem Herrn mit leeren Händen erscheinen,
aber sie legen vertrauensvoll ihre ganze Liebe in Jesus Christus, der persönlich
ihre Heiligkeit wird, ihre Gerechtigkeit, ihre Liebe, ihre Krone.18
Das Herz der Botschaft Jesu – Gott mit dem ganzen eigenen Sein zu lieben
und den Nächsten wie sich selbst – fordert vom Terziaren und der
Terziarin eine fortwährende Zulassung der Vorrangigkeit Gottes19,
die kategorische Ablehnung, zwei Herren zu dienen20,
und die primäre Entscheidung für die Nächstenliebe, die jede
Form des Egoismus21 und der
Selbstverhaftetheit bekämpft.
13. Der Geist der evangelischen Räte, der allgemein für jede Christin
und jeden Christen gilt, wird für die Terziaren zum Lebensprogramm, das
die Bereiche der Macht, der Sinnlichkeit und der wirtschaftlichen Güter
berührt. Die evangelischen Räte sind eine sehr starke Aufforderung,
keinen falschen Göttern zu dienen, der Freiheit zu folgen und über
jeden Egoismus hinweg Gott und den Nächsten zu lieben. In diesem doppelten
Gebot besteht in der Tat die Heiligkeit.
14. Mit der Profess übernehmen die Terziaren die Verpflichtung, unter
den Bedingungen ihres eigenen Lebens das Evangelium radikal zu leben. Sie haben
die Freiheit, die Profess ohne die Gelübde abzulegen, nur mit der Verpflichtung
eines Lebens nach dieser Regel, oder mit den Gelübden. Die Terziaren, die
Gelübde ablegen, sind zum Gehorsam gegenüber den Ordensoberen und
ihrem geistlichen Assistenten gerufen in allem, was ihnen kraft der Regel für
ihr eigenes geistliches Leben aufgetragen wird. Mit dem Gelübde der Keuschhheit
verpflichten sie sich, diese Tugend standesgemäß zu leben.
15. Die Terziaren erkennen in den Ordensleuten des Karmel eine wertvolle geistliche
Führung an. Sie werden für sie Wegbegleiter, die ihnen helfen, kontemplative
und aktive Menschen in einer immer komplexeren und anspruchsvolleren Welt zu
werden, die gleichzeitig begierig nach geistlichen Werten sucht. Deshalb müssen
die Laien begleitet werden, damit sie das Charisma des Karmel im Geist und in
der Wahrheit leben: offen für das Wirken des Heiligen Geistes und ausgerichtet
auf volle und gemeinsame Teilnahme am Charisma und an der Spiritualität
des Karmel, bereit für eine neues charismatisches Verständnis ihres
Lebens als Laien und für eine volle Verantwortlichkeit im Auftrag der Evangelisation
und der besonderen Aufgaben des Karmel. Auf diese Weise werden die Terziaren
des Karmel wirklich und mit vollem Recht Mitglieder der Karmelitanischen Familie.22
16. Die Karmeliten und Karmelitinnen erkennen den geistlichen Nutzen und die
Bereicherung an, die für die ganze Familie des Karmel durch die gläubigen
Laien entstehen, die durch die Inspiration des Heiligen Geistes als Antwort
auf einen besonderen Ruf Gottes frei und entschlossen versprechen, das Evangelium
im Geist des Karmel zu leben. Tatsächlich kann ihre Teilnahme, wie vorhergehende
Erfahrungen lehren, fruchtbare Vertiefungen mancher Aspekte des Charismas mit
sich bringen, indem sie die Auslegung erneuern und zu neuen apostolischen Initiativen
drängen, auch durch den „wertvollen Beitrag ihrer Weltlichkeit und
ihres besonderen Dienstes“23.
Die besondere Berufung des Laien im Karmel
17. Das geistliche Leben – oder das Leben dem Geist nach – nimmt
seinen Anfang in der Initiative des Vaters, der durch den Sohn und im Geist
jedem Mann und jeder Frau sein Leben und seine Heiligkeit schenkt, indem er
einen jeden ruft zum Leben in einer geheimnisvollen Beziehung der Gemeinschaft
mit den Personen der Heiligsten Dreifaltigkeit. Gott kommt, um den Menschen
zu suchen, er zieht ihn an sich und zu seinem Sohn hin24;
der Geist treibt ihn an, seine Aufmerksamkeit auf ihn zu richten, die Stimme
zu hören, das Wort zu empfangen und durch sein umformendes Wirken zu öffnen.
Die Gottsuche eines Laien im Karmel und sein Gehorsam gegenüber der Herrschaft
Christi sind eine durch den Geist angeregte Antwort auf seine Stimme im freundschaftlichen
Dialog, den er im Wort, das Fleisch geworden ist, mit jedem beginnt.25
Der Aufstieg des Terziaren und der Terziarin beginnt mit dem Akt des Glaubens,
mit dem er Jesus und sein österliches Ereignis als den Sinn seiner Existenz
aufnimmt. Er wünscht, das Lebensprogramm Jesu zu übernehmen und ihn
zum Mittelpunkt seines Lebens zu machen. In der barmherzigen Liebe Gottes verwurzelt,
bereiten sich so die Laien im Karmel zum Aufstieg auf den Berg Karmel vor, dessen
Gipfel Christus ist.26
18. Der Aufstieg des Laien auf den Berg schließt an erster Stelle ein,
Jesus Christus mit dem ganzen eigenen Sein zu folgen und ihm „treu mit
reinem Herzen und völliger Hingabe“27
zu dienen. Der Geist Jesu soll seine Person bis zu dem Punkt durchdringen, wo
er dem hl. Paulus nachsprechen kann: „nicht mehr ich lebe, sondern Christus
lebt in mir“28, so
dass all sein Handeln „in seinem Wort“29
geschieht.
19. Immer mehr soll Jesus die wichtigste Person seiner Existenz werden. Das
bringt eine persönliche Beziehung mit sich, eine leidenschaftliche, liebevolle
und beständige Beziehung zu Jesus. Diese Beziehung wird genährt durch
die Eucharistie, das liturgische Leben, die Heilige Schrift und das Gebet in
seinen verschiedenen Formen. Sie führt die Terziaren dazu, Jesus Christus
im Nächsten und in den täglichen Ereignissen zu erkennen, und sie
treibt ihn an, auf den Straßen der Welt die Wirksamkeit seiner Gegenwart
zu bezeugen.
20. Der Ruf des Vaters, Jesus Christus durch das lebenschaffende Wirken des
Heiligen Geistes zu folgen, wird in der vollen Zugehörigkeit zur Kirche
verwirklicht. Durch das Sakrament der Taufe, das jeden zu einem Glied des mystischen
Leibes Christi macht, erhalten der die Terziaren die Berufung zur Heiligkeit.
Ihre größere Würde besteht darin, dasselbe göttliche Leben
und die Liebe Gottes, die ausgegossen ist in ihre Herzen, durch den Geist zu
genießen.30 So können
sie zusammen mit den anderen, entsprechend der Berufung und der Begabung jedes
und jeder einzelnen, zum großartigen Werk des Aufbaus des einzigen Leibes
Christi beitragen.31
21. Die schwache und begrenzte menschliche Natur lässt sich aufgrund ihrer
Armut durch Gottes Handeln führen und erfährt ein Leben immer tieferer
Bekehrung. Weil sie die Person in allen Bereichen ihres Lebens ergreift, bringt
die Bekehrung eine radikale Neuorientierung und eine fortschreitende Umformung
mit sich. Geführt vom Heiligen Geist suchen die Terziaren die Hindernisse
auf ihrem Weg zu überwinden und halten sich von allem fern, was sie vom
Weg ihres Aufstiegs zum Gipfel abbringen will. Ferner verpflichten sie sich,
trotz aller Begrenztheiten und Widerstände, ohne Zögern und ohne Schwanken
einen stufenförmigen Weg zu den gewählten Idealen hin einzuschlagen.32
22. Der „Aufstieg zum Berg“ schließt die Erfahrung der Wüste
ein, in der die lebendige Flamme der Gottesliebe eine Umformung bewirkt, die
den Laien im Karmel von allem trennt, sogar von dem Bild, das er sich von Gott
gemacht hat, indem sie es reinigt. Weil er sich neu mit Christus bekleidet,
beginnt er als lebendiges Abbild Christi zu leuchten und ist in Ihm ein neues
Geschöpf geworden.
23. Diese fortschreitende Umformung macht die Terziaren fähiger, die Zeichen
der Zeit und die Gegenwart Gottes in der Geschichte zu erkennen. Sie bestärkt
in ihnen den Sinn für die Geschwisterlichkeit und eine ernsthafte und entschiedene
Verpflichtung für die Umformung der Welt.
Teilnahme an der Sendung Jesu
24. Durch die Taufe werden die Laien im Karmel an der Sendung Jesu Christi
beteiligt und setzen sie in der Kirche fort, indem sie gleichsam „ein
höheres Maß an Menschlichkeit“33
leben „zum Lob seiner Herrlichkeit“34.
Den Laien kommt bekanntlich „in jeder Hinsicht ein notwendiger Anteil“
an dieser Sendung zu.35
25. Kraft des durch die Taufe empfangenen gemeinsamen Priestertums und die
erhaltenen Charismen sind die Laien im Karmel zum Aufbau der kirchlichen Gemeinschaft
berufen36, indem sie „bewusst,
aktiv und fruchtbar“ am liturgischen Leben der Gemeinschaft teilnehmen37
und sich dafür einsetzen, dass die liturgische Feier sich im konkreten
Leben fortsetzt. Das heißt, dass die Früchte ihrer Begegnung mit
Gott in allen Aktivitäten deutlich werden: den Gebeten, den apostolischen
Initia-tiven, auch im Ehe- und Familienleben, bei der täglichen Arbeit,
in der geistigen und körperlichen Erholung und sogar in den Prüfungen
des Lebens, wenn sie mit Geduld ertragen38
und – wie es die Heiligen des Karmel lehren – mit Dankbarkeit angenommen
werden.
26. Durch die Teilnahme am prophetischen Amt Christi und der Kirche setzen
sich die Terziaren dafür ein, in jedem Beruf und jeder weltlichen Aktivität39
das Evangelium im Glauben zu verinnerlichen und es durch Werke zu verkünden.
Ihr Einsatz scheut nicht, mutig das Böse aufzuzeigen.40
Ferner haben sie Anteil am übernatürlichen Glaubenssinn der Kirche,
die sowohl im Glauben nicht irren kann41
als auch in der Gnade des Wortes steht.42
27. Durch ihre Zugehörigkeit zu Christus, dem Herrn und König des
Weltalls, nehmen sie an seinem königlichen Amt teil und sind durch ihn
zum Dienst am Reiche Gottes und zu seiner Ausbreitung in der Geschichte gerufen.
Das Königtum Christi schließt vor allem einen geistlichen Kampf ein,
um in uns selbst die Herrschaft der Sünde zu besiegen.43
Indem wir uns selbst verschenken, setzen wir uns ein, in Gerechtigkeit und Liebe
Jesus selbst zu dienen, der gegenwärtig ist in seinen Brüdern und
Schwestern, vor allem in den Kleinsten44
und Ausgestoßenen. So wird der ganzen Schöpfung ihr ursprünglicher
Wert beigemessen. Durch das Ausrichten der Schöpfung auf das wahre Gut
der Menschheit durch ein auf das Leben der Gnade gestütztes Tun haben die
Terziaren an der Macht Anteil, mit der der auferstandene Jesus alle Dinge an
sich zieht.45
Kennzeichen des Lebens in der Welt
28. „Alle Karmeliten sind auf ihre Weise in der Welt, aber die besondere
Berufung der Laien ist es, die säkulare Welt zu verändern.“46
Charakteristisches Merkmal für die Terziaren als engagierte Laien ist ihr
Leben in der Welt. Von daher sind sie gerufen, mit den Dingen der Welt richtig
umzugehen und sie nach dem Willen Gottes zu ordnen. Ihr Leben führen sie
in der Welt inmitten des Volkes. Sie widmen sich ihren Beschäftigungen
und Aufgaben in der Welt, unter den gewöhnlichen Bedingungen und Begebenheiten
der Familie und der Gesellschaft. Daher sind sie von Gott eingeladen, zur Heiligung
der Welt beizutragen. Sie setzen sich bei ihrer Arbeit im Geist des Evangeliums
ein und werden dabei durch die karmelitanische Spiritualität geleitet.
Es ist ihre Berufung, die Tätigkeiten der Welt so zu erleuchten und zu
ordnen, dass sie nach dem Willen Christi ausgeübt werden und so Lob der
Herrlichkeit des Schöpfers sind.47
29. Es muss keinen Konflikt zwischen dem zeitlichen Wohlergehen und der Verwirklichung
des Reiches Gottes geben, denn die natürliche und die geistliche Ordnung
stammen beide von Gott. Aber es besteht die Gefahr zum Missbrauch der zeitlichen
Güter. Deshalb ist es ihr Ideal, die Entdeckungen der Wissenschaft und
der Technik für die materielle und geistliche Verbesserung des menschlichen
Lebens zu nutzen.48
Teilnahme am Charisma des Ordens
30. Der Orden des Karmel ist in der Kirche präsent durch die Brüder,
durch die Schwestern des klausurierten Lebens und die Schwestern des aktiven
Lebens und durch die Laien, die in unterschiedlicher Art und Weise am Charisma
und an der besonderen Spiritualität des Ordens teilhaben. Auch die Laien
können an derselben Berufung zur Heiligkeit und derselben Sendung des Karmel
teilhaben.49
Der Orden erkennt ihre Berufung an, nimmt sie auf, organisiert sie in den ihnen
eigenen Strukturen und Gegebenheiten, teilt ihnen den Reichtum der eigenen Spiritualität
und Tradition mit und lässt sie gleichfalls an allen geistlichen Gütern
und guten Werken, die von allen Mitgliedern der Karmelitanischen Familie vollbracht
werden, teilhaben. Für die Laien ist die vollständige Form der Angliederung
die Profess im Dritten Orden, durch die sie auf ihre eigene und besondere Weise
als Laien am Charisma des Ordens teilnehmen. Der Karmel fördert die Zugehörigkeit
von Ehepaaren, Familien und Jugendlichen auch in neuen Formen50,
wobei er den Dritten Orden des Karmel als feste und anerkannte Form der Angliederung
ansieht, der in der Auseinandersetzung mit diesen neuen Initiativen neue Lebenskraft
erhalten kann. Das karmelitanische Charisma, erprobt über Jahrhunderte
in verschiedenen Kulturen und Traditionen, bietet einen sicheren Weg zum Erreichen
der Heiligkeit und „‘ein Höchstmaß‘ des gewöhnlichen
christlichen Lebens“51.
31. Nachdem er dem Weg gefolgt ist, der durch das 2. Vatikanische Konzil geöffnet
wurde, hat der Karmel sein eigenes Charisma in einer kurzen Form in den letzten
Dokumenten mit diesen Begriffen ausgedrückt: wir wollen „leben in
der Nachfolge Jesu Christi in einer kontemplativen Haltung, die unser Leben
in Gebet, Brüderlichkeit und Dienst formt und erhält“52.
Wir erkennen in der Jungfrau Maria und im Propheten Elija inspirierende Vorbilder
dieser Glaubenserfahrung, sichere Führer für die steilen Pfade, die
zum „Gipfel des Berges, zum Herrn Christus“53
führen.
Die kontemplative Dimension des Lebens
32. Auch die Laien im Karmel sind berufen, in der Gegenwart des lebendigen
und wahren Gottes zu leben, der in Christus mitten unter uns gewohnt hat. Sie
suchen jede Möglichkeit und Gelegenheit, zu seiner göttlichen Vertrautheit
zu gelangen. Weil sie sich durch das Wirken des Heiligen Geistes führen
lassen, akzeptieren die Laien im Karmel, dass sie im Geist und im Herzen, in
der Sichtweise und in ihrem Handeln umgeformt werden. Ihre ganze Person und
Existenz öffnet sich für die Anerkennung des zuvorkommenden und vollen
Wirkens der Barmherzigkeit Gottes im Leben jedes einzelnen. Sie entdecken sich
als Brüder und Schwestern, die berufen sind, den Weg zur Fülle der
Heiligkeit gemeinsamen zu gehen, und die zu allen die Botschaft tragen, dass
wir Kinder des einen Vaters sind, Geschwister in Jesus Christus. Sie lassen
sich begeistern für die großen Werke, die Gott vollbringt und für
die er ihren Einsatz und ihren wirkungsvollen Beitrag fordert.
33. „Der Karmel erinnert die Menschen daran, dass vor allen anderen Bemühungen
der Suche nach „dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit“ (Mt 6,33)
absoluter Vorrang gegeben werden muss.“54
Deshalb suchen und erkennen die Laien im Karmel die verborgenen Spuren Gottes
in der Familie, im Umfeld von Arbeit und Beruf, an den verantwortlichen Stellen
in Gesellschaft und Kirche, die sie innehaben, im täglichen Handeln und
in den Beziehungen zu anderen. Und sie lassen den Samen des Heils, entsprechend
dem Geist der Seligpreisungen, durch die demütige und beständige Übung
der Tugenden der Redlichkeit, Gerechtigkeit, Aufrichtigkeit, Güte und Tapferkeit,
ohne die man kein wahrhaft menschliches und christliches Leben führen kann,
wachsen.55
Maria und Elija: Gegenwart, Inspiration und Führung
34. Wie Maria, die erste unter den Demütigen und Armen des Herrn, erkennen
die Laien im Karmel, dass sie berufen sind, die Wundertaten zu verherrlichen,
die der Herr in ihrem eigenen Leben vollbracht hat.56
Mit ihr, dem Abbild und der ersten Blüte der Kirche, lernen sie, die oft
schwierigen Ereignisse des täglichen Lebens vom Wort Gottes her zu sehen.57
Von ihr lernen sie, für das Wort offen zu sein und es bereitwillig anzunehmen.
Maria, in der das Wort Fleisch und Leben wurde, regt sie zur Treue zu ihrer
Sendung an, zum Handeln aus Liebe und im Geist des Dienstes und zur tatkräftigen
Zusammenarbeit am Heilswerk.58
Zusammen mit Maria gehen sie die Wege der Geschichte, aufmerksam für die
echten menschlichen Bedürfnisse59,
immer bereit mit dem Herrn das Kreuzesopfer zu teilen und mit ihm den Frieden
des neuen Lebens zu erwarten60.
Maria ist ein einzigartiges und herausragendes Mitglied der Kirche. Sie hat
auf ihre eigene Weise und zunehmend teil an der einzigen Mittlerschaft zwischen
Gott und den Menschen, die in Jesus Christus verwirklicht wurde und aus der
heraus die Kirche heute Überbringerin und Vermittlerin in der Geschichte
ist.61 Die Laien im Karmel
lassen sich von Maria bei der schrittweisen Übernahme von Verantwortung
bei ihrer Mitarbeit am Heilswerk und an der besonderen Gnadenvermittlung der
Kirche begleiten. Im Karmel wurde dies in seiner Tradition durch die mütterliche
Liebe Mariens erfahren. Die Karmeliten fühlen sich von einer so großen
und zärtlichen Mutter geliebt, dass sie diese Liebe gar nicht erwidern
können. 62 So ist das
karmelitanische Ideal: „sich in Gott verlieren in der mütterlichen
Wärme der seligen Jungfrau“63.
35. Die Laien im Karmel teilen gleichfalls die Leidenschaft des Propheten Elija
für den Herrn und für sein Recht und sind bereit, auch die Menschenrechte
zu verteidigen, wo sie ungerechterweise mit Füßen getreten werden.
Vom Propheten lernen sie, alles loszulassen, um in die Wüste zu gehen und
gereinigt zu werden, damit sie für die Begegnung mit dem Herrn bereit werden
und offen sind für das Wort. Wie der Prophet Elija wollen sie den wahren
Gottesglauben entgegen den falschen Götzen fördern. Mit Elija lernen
die Laien im Karmel, die Gegenwart des Herrn zu begreifen, der dem Menschen
mit Kraft und Zärtlichkeit nahe kommt. Er ist derselbe, gestern, heute
und immer. Durch diese umformende und lebendigmachende Erfahrung gestärkt,
sind die Laien im Karmel fähig, die Realitäten dieser Welt anzugehen
und zu verändern, in der Gewissheit, dass Gott das Schicksal jedes einzelnen
und der Geschichte in der Hand hat.64
Leben des Gebetes
36. Die Laien im Karmel leben ein intensives Gebetsleben, das auf das persönliche
Gespräch mit dem Herrn, dem wahren Freund der Menschen, hingeordnet ist.
Wie die hl. Teresa von Jesus sagt, „ist Beten ... nichts anderes als ein
freundschaftlicher Umgang ... mit dem, von dem wir wissen, dass er uns liebt.“65
Im persönlichen und gemeinsamen Gebet, im liturgischen und im freien Gebet
besteht die persönliche Beziehung mit dem dreifaltigen Gott, die die innere
Existenz des Laien im Karmel belebt. Im Gebet „besteht das Wesentliche
nicht darin, viel zu denken, sondern darin, viel zu lieben“66.
Mehr noch als eine Übung ist es eine Haltung, die das Erkennen der Hand
Gottes einschließt. Es ist die Verfügbarkeit, die umsonst geschenkte
Liebe – nicht nur gewohnheitsmäßig, sondern immer wieder neu
– anzunehmen. Das schließt ein immer tieferes Bewusstwerden des
Wirkens Gottes ein, das die innere persönliche Existenz erfüllt, wie
es durch die hl. Therese von Lisieux bezeugt wird. „Das Gebet ist das
Leben, nicht eine Oase in der Wüste des Lebens“, sagte der sel. Titus
Brandsma.67 Und Johannes
Paul II. bestätigt, dass im Karmel „das Gebet zum Leben wird und
das Leben im Gebet aufblüht“.68
37. Das sakramentale Leben, das auf die Eucharistie hingeordnet ist, stellt
die Quelle des geistlichen Lebens dar. Die Laien im Karmel sind zu einer intensiven
Teilnahme an den Sakramenten berufen: möglichst täglich kommen sie
zum Opfer des Altares und zum Mahl des Lebens, in dem die Kirche ihren inneren
Reichtum findet, „das ist Christus selbst, unser Osterlamm und das lebendige
Brot“69; sie empfangen
regelmäßig die Vergebung der Sünden und die Gnade, den Weg fortzusetzen.
Wenn sie verheiratet sind, leben sie intensiv und christlich neu ihre Berufung
zur ehelichen Heiligkeit.
38. Das Stundengebet ist die Erinnerung im Laufe des Tages an die Gnade, die
aus der Eucharistie entspringt. Es nährt die echte Begegnung mit Gott.
Die Laien im Karmel können, entsprechend den Verhältnissen jedes einzelnen,
wenigstens die Laudes, die Vesper und die Komplet beten. Orte und konkrete Umstände
können andere Formen des liturgischen Gebets nahe legen. Angeregt von Maria
wollen die Laien im Karmel das Heilswerk Jesu in Raum und Zeit, auch durch die
Feier der göttlichen Geheimnisse, vergegenwärtigen. Maria lädt
uns ein, dass wir die Liturgie in ihrer Verfügbarkeit und Haltung feiern:
dass wir das Wort Gottes in die Tat umsetzen und es mit Liebe meditieren; dass
wir Gott loben mit Jubel und ihm mit Freude danksagen; dass wir Gott und den
Schwestern und Brüdern mit Großzügigkeit dienen bis hin zur
Hingabe des eigenen Lebens; dass wir den Herrn mit Vertrauen und Beharrlichkeit
bitten und sein Kommen wachsam erwarten.70
39. Das geistliche Leben erschöpft sich nicht nur in der Liturgie. Obgleich
zum gemeinsamen Gebet berufen, ist der Christ immer gehalten, in sein Zimmer
zu gehen, um im Verborgenen zum Vater zu beten71.
Ja, er ist sogar nach der Weisung Christi72,
die der Apostel bekräftigt 73,
gehalten, ohne Unterlass zu beten. Nach der durchgehenden Überlieferung
des Karmel pflegen die Laien im Karmel sorgfältig das Gebet in seinen verschiedenen
Formen. Großer Wert wird auf das betende Hören des Wortes Gottes
gelegt: die Lectio divina. Sie ergreift die innere Existenz des Glaubenden
und formt sie um. Breiten Raum nimmt in der karmelitanischen Tradition auch
das innere Gebet ein: die Übung der Gegenwart Gottes, das Stoßgebet,
das Gebet der Stille und andere fromme Übungen.
40. Die Laien im Karmel halten das heilige Skapulier, das Zeichen der mütterlichen
Liebe Mariens, in großen Ehren. Sie ergreift die Initiative und schließt
die Brüder und Schwestern des Karmel in ihr Herz ein und weckt in ihnen
die Nachahmung ihrer hohen Tugenden: alles umfassende Liebe, Liebe zum Gebet,
Demut, Reinheit und Bescheidenheit.74
Alle, die mit dem Skapulier bekleidet sind, sind berufen, innerlich Christus
anzuziehen, um durch ihr Leben die heilbringende Gegenwart Christi für
die Kirche und die Menschheit deutlich zu machen.75
Weiter erinnert uns das Skapulier an den Schutz Mariens, den sie uns das ganze
Leben lang gewährt bis hin zum Erreichen der vollen Herrlichkeit Gottes.
Es erinnert uns daran, dass Marienverehrung mehr ist als eine Summe frommer
Handlungen. Sie ist ein wirklicher „,Habitus‘, also eine beständige
Ausrichtung der persönlichen Lebensführung als Christ“76.
41. Von Maria wie die Jünger im Abendmahlssaal versammelt, treffen sich
die Laien im Karmel auch zum Lob des Herrn in den Geheimnissen seines Lebens
und des Lebens Mariens: zur frommen Übung des Rosenkranzgebets. Sie kann
zu einer unerschöpflichen Quelle echter Spiritualität werden, die
das tägliche Leben nährt.77
Leben als Schwestern und Brüder
42. Die Laien im Karmel werden von der Gnade unterstützt und durch den
Heiligen Geist geführt. Er ermutigt sie zu einem konkreten christlichen
Leben auf den unwegsamen Pfaden des Karmel. Sie erkennen sich als Brüder
und Schwestern aller, die berufen sind, dasselbe Charisma zu teilen. „Die
Laien im Karmel können auf verschiedene Weise Gemeinschaft schaffen: in
ihren eigenen Familien, wo die Hauskirche zu finden ist; in ihrer eigenen Gemeinde,
wo sie zusammen mit den anderen Gliedern der Gemeinde Gott verehren und vollen
Anteil am Gemeindeleben haben; in ihren Gemeinschaften im Karmel, in denen sie
Unterstützung finden auf ihrem spirituellen Weg; am Arbeitsplatz und in
ihrem konkreten Lebensumfeld.“78
43. Das Gemeinschaftsleben der Laien im Karmel muss Einfachheit und Echtheit
ausstrahlen. Jede Gemeinschaft muss eine Stätte der Geschwisterlichkeit
sein, wo sich jeder einzelne zu Hause fühlt: aufgenommen, anerkannt, geschätzt,
auf seinem Weg ermutigt und gegebenenfalls mit Liebe und Aufmerksamkeit korrigiert.
Die Laien im Karmel bemühen sich deshalb um Zusammenarbeit mit den anderen
Mitgliedern der Karmelitanischen Familie und mit der ganzen Kirche, damit sie
die eigene missionarische Berufung in jeder Situation und Lage verwirklichen.79
44. Die Geschwisterlichkeit strahlt auch nach außen. Die Laien im Karmel
sind „wie ein Funke der geschwisterlichen Liebe, geworfen in den Wald
des Lebens“: sie müssen alle entflammen können, die ihnen begegnen.
Das Familienleben, das Umfeld von Arbeit und Beruf und die kirchlichen Bereiche
müssen von den Laien im Karmel die Wärme erhalten, die in einem kontemplativen
Herzen entsteht und fähig macht, im anderen das Angesicht Gottes zu erkennen.
Die Gemeinschaft der Laien im Karmel wird so zu einem Zentrum echt menschlichen
Lebens, weil es echt christliches Leben ist. Aus der Erfahrung, Brüder
und Schwestern zu sein, entsteht das Bedürfnis, andere für das faszinierende
menschlich-göttliche Abenteuer des Aufbaus des Reiches Gottes zu begeistern.
45. In einer immer mehr durch vielfältige und komplexe Verbindungen geeinten
Welt können die Laien im Karmel Zeugen echter Universalität sein,
weil sie den Reichtum und die Möglichkeiten jedes einzelnen zur Geltung
bringen können und weil sie Teil einer internationalen Familie sind und
alle Gelegenheiten für die Begegnung und den fruchtbaren Austausch zwischen
den Mitgliedern des Ordens fördern.
Dienst
46. Das Ziel der Kirche ist, das Reich Gottes in der Welt auszubreiten und
so allen Menschen Anteil an der heilbringenden Erlösung zu geben.80
„Wie alle Karmeliten, so sind auch die Laien im Karmel zum Dienst als
einem integralen Bestandteil des dem Orden von Gott gegebenen Charismas berufen.“81
Die hl. Therese vom Kinde Jesu hat diese Dimension ihres Karmelitin-Seins gefunden,
als sie beim Lesen der Heiligen Schrift entdeckte, dass sie „die Liebe
... im Herzen der Kirche“82
sei. Für viele Terziaren ist dies ihr grundlegender Beitrag zum Aufbau
des Reiches Gottes. Weil es für die Laien charakteristisch ist, inmitten
der Welt zu leben und zu arbeiten, sind sie von Gott berufen, die Sendung der
Kirche zu verwirklichen und christlicher Sauerteig für die Welt zu sein,
in der sie zutiefst engagiert sind.83
Die gläubigen Laien können nicht auf die Teilnahme am „politischen“
Leben verzichten: an den vielfältigen und verschiedenen Aktivitäten,
den wirtschaftlichen, sozialen, gesetzgebenden, verwaltungsmäßigen
und kulturellen Tätigkeiten, die das Gemeinwohl organisch und institutionell
fördern.84
47. Die hl. Maria Magdalena de’ Pazzi erinnert daran, dass der eigene
Durst nach der Kontemplation Christi nicht gestillt werden kann, ohne sich einzusetzen,
ihm den Durst nach Seelen zu nehmen, die durch Gebet und geeignetes Apostolat
erlöst werden.85 Wenn
die Laien im Karmel bereit sind, ihren eigenen Glauben mit Werken zu bezeugen,
erhalten sie die Kraft, Menschen zum Glauben an Gott zu führen, die dann
zum „Lob der Herrlichkeit Gottes“86
werden. In Zeiten der Verwirrung und des Umbruchs können sie zum sicheren
Bezugspunkt für alle werden. Auch der Prophet Elija lebte in einer Welt
tiefer Veränderung, in der das Volk in seiner Selbstgenügsamkeit den
wahren Gott vergessen hatte. Elija war von der Gewissheit getragen, dass Gott
stärker ist als alle Krisen und alle Gefahren. Die Laien im Karmel leben
in einer Welt, die angesichts der grundsätzlichen Fragen immer unsicherer
wird, und in einer Zeit, die neue Probleme des Glaubens, der Moral und der Gesellschaft
aufwirft.87 Deshalb mühen
sie sich, geeignete Gelegenheiten zu schaffen, wo sie Christus verkündigen
und die immer neue Botschaft vorstellen können, dass er der Herr des Lebens
und der Geschichte ist, der einzige sichere Bezugspunkt aller menschlichen Existenz
und Geschichte.
48. Die Erfahrung der Wüste, die beispielhaft in der Lebensgeschichte
des Propheten ist, wird zu einer verpflichtenden Durchgangsstufe für die
Laien im Karmel, die berufen sind, in der Wüste des Lebens gereinigt zu
werden, um dem wahren Herrn zu begegnen.88
Auch die Laien im Karmel legen in der Tat den unersetzbaren Weg durch die Wüste
der inneren Abtötung zurück, um auf den Herrn zu hören, der in
neuen und überwältigenden Ausdrücken des Lebens der Welt zu ihren
Herzen spricht, aber auch mit Zeichen, die manchmal schwierig zu interpretieren
sind, oder mit der leisen, kaum hörbaren Stimme des Heiligen Geistes. Sie
kommen als Begeisterte von dieser Begegnung zurück und geben diese an das
Umfeld, in dem sie arbeiten, weiter. Aus dieser Begegnung heraus können
sie eine Antwort auf die immer möglichen Versuchungen der Gottesleugnung
oder der stolzen Selbstgenügsamkeit geben. Genährt durch den Heiligen
Geist, lassen sich die Terziaren nicht durch auftretende Misserfolge, spärliche
Ergebnisse, Gleichgültigkeit oder die Erfolge derer, die im Gegensatz zum
Evangelium leben, entmutigen.
49. Die Laien im Karmel zeigen durch ihr Leben, dass die weltlichen Beschäftigungen
und die eigene materielle Arbeit Teilnahme am immerwährenden schöpferischen
und umgestaltenden Werk des Vaters sind89,
ein wahrer Dienst an den Schwestern und Brüdern und echte Förderung
der Menschheit.90 Als Zeugen
in einer Welt, die in ihrer alltäglichen Wirklichkeit die tiefe und lebendige
Verbindung mit Gott91 weder
völlig wahrnimmt noch völlig ablehnt, erkennen und teilen die Laien
im Karmel mit Wohlwollen die Erwartungen und tiefen Bestrebungen der Welt, weil
sie berufen sind, „Salz der Erde“ und „Licht der Welt“92
zu sein. Dadurch verkünden sie das Wissen des Heils.93
2 Vgl. Johannes Paul II., Brief an den
Orden: Ho appreso con gioia / Mit Freude habe ich erfahren (anlässslich
des 550. Jahrestages der Bulle Cum nulla), 1.
3 Vgl. J. Chalmers, Brief an die Karmelitanische
Familie: In das Land des Karmel, Nr. 41-42.
4 Vgl. 2. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution
über die göttliche Offenbarung: Dei Verbum, 2.
5 Vgl. Johannes vom Kreuz, Aufstieg
zum Berg Karmel, II, 22, 5-6.
6 Vgl. 2. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution
über die göttliche Offenbarung: Dei Verbum, 2.
7 Vgl. 2. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution
über die Kirche: Lumen Gentium, 2; 4.
8 Vgl. 2. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution
über die Kirche: Lumen Gentium, 1; 13.
9 Vgl. 2. Vat. Konzil, Dogmatische Konstitution
über die Kirche: Lumen Gentium, 41.
10 Vgl. 2. Vat. Konzil, Dogmatische
Konstitution über die Kirche: Lumen Gentium, 43.
11 Vgl. 2. Vat. Konzil, Dekret über
das Laienapostolat: Apostolicam Actuositatem, 4.
12 Urban IV., Bulle Ex vestrae religionis,
5. August 1262 – Textausgabe in: Bull. Carmel., I, S. 523.
13 Es waren nicht nur Zölibatäre
oder Ledige, sondern auch Verheiratete, die freiwillig eine Zeit der Enthaltsamkeit
beobachteten, z. B. in der Fastenzeit usw.
14 Vgl. 2. Vat. Konzil, Dogmatische
Konstitution über die Kirche: Lumen Gentium, 31.
15 Vgl. Johannes Paul II., Nachsynodales
Apostolisches Schreiben über die Berufung und Sendung der Laien in Kirche
und Welt: Christifideles laici, 34.
16 Es ist das sogenannte „altius
moderamen“, das heißt „die Oberleitung“, von der
der CIC von 1983 in can. 303 spricht; vgl. auch Communicationes 18 (1986),
S. 232. Es handelt sich um einen Fachausdruck, der bezeichnet, dass der Dritte
Orden irgendwie vom „ersten“ Orden abhängig ist.
22 Vgl. Kongregation für die Institute
des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens, Instruktion:
Ripartire da Christo / Neubeginn in Christus, Nr. 31.
23 Vgl. Vgl. Johannes Paul II., Nachsynodales
Apostolisches Schreiben über die Berufung und Sendung der Laien in Kirche
und Welt: Vita consecrata, 55.
25 Vgl. Ratio institutionis vitae
carmelitanae 2000 / Ausbildung im Karmel: ein Weg der Umformung, Nr. 29.
26 Vgl. Messbuch Eigenfeiern des Ordens
der Beschuhten Karmeliten, Tagesgebet der Messe vom 16. Juli, dem Hochfest der
seligen Jungfrau Maria vom Berge Karmel.
31 Vgl. Röm 2,3-8; 2. Vat.
Konzil, Dogmatische Konstitution über die Kirche: Lumen Gentium,
32; Johannes Paul II., Nachsynodales Apostolisches Schreiben über die Berufung
und Sendung der Laien in Kirche und Welt: Vita consecrata, 31.
32 Vgl. Ratio institutionis vitae
carmelitanae 2000 / Ausbildung im Karmel: ein Weg der Umformung, Nr. 3.
33 Der Originaltext lautet: „une
humanité en surcroît“; Sel. Elisabeth von der Dreifaltigkeit,
Erhebung zur Heiligsten Dreifaltigkeit „Mein Gott, Dreifaltiger, den
ich anbete“.
34Eph 1,12; 14; wie es von
der sel. Elisabeth von der Dreifaltigkeit am Ende ihres Lebens bestätigt
wird, z. B. Brief 280.
35 Vgl. 2. Vat. Konzil, Dekret über
das Laienapostolat: Apostolicam Actuositatem, 1.
36 Vgl. 2. Vat. Konzil, Dekret über
das Laienapostolat: Apostolicam Actuositatem, 2; 3.
37 Vgl. 2. Vat. Konzil, Konstitution
über die heilige Liturgie: Sacrosanctum Concilium, 20.
38 Vgl. 2. Vat. Konzil, Dogmatische
Konstitution über die Kirche: Lumen Gentium, 34.
39 Vgl. 2. Vat. Konzil, Dogmatische
Konstitution über die Kirche: Lumen Gentium, 1.
40 Vgl. Johannes Paul II., Nachsynodales
Apostolisches Schreiben über die Berufung und Sendung der Laien in Kirche
und Welt: Christifideles laici, 14.
41 Vgl. 2. Vat. Konzil, Dogmatische
Konstitution über die Kirche: Lumen Gentium, 12.
42 Vgl. Apg 2,17-18; Apg
9,10; Johannes Paul II., Nachsynodales Apostolisches Schreiben über
die Berufung und Sendung der Laien in Kirche und Welt: Christifideles laici,
14.
45 Vgl. Johannes Paul II., Nachsynodales
Apostolisches Schreiben über die Berufung und Sendung der Laien in Kirche
und Welt: Christifideles laici, 17.
46 J. Chalmers, In das Land des
Karmel, Brief an die Karmelitanische Familie, Nr. 40.
47 Vgl. 2. Vat. Konzil, Dogmatische
Konstitution über die Kirche: Lumen Gentium, 31; 36.
48 Vgl. 2. Vat. Konzil, Dekret über
das Laienapostolat: Apostolicam Actuositatem, 7; Pastorale Konstitution
über die Kirche in der Welt von heute: Gaudium et spes, 30.
49 Vgl. Konstitutionen des Karmelitenordens
1995, Nr. 28. Zur Teilnahme der Laien am Charisma und an der Sendung der
Ordensleute vgl. Johannes Paul II., Nachsynodales Apostolisches Schreiben über
die Berufung und Sendung der Laien in Kirche und Welt: Christifideles laici,
29; Johannes Paul II., Nachsynodales Apostolisches Schreiben über das geweihte
Leben und seine Sendung in Kirche und Welt: Vita consecrata, 54-56.
50 Vgl. Johannes Paul II., Apostolisches
Schreiben: Familiaris consortio, 72.
51 VgL. Johannes Paul II., Apostolischer
Brief: Novo millennio ineunte, Nr. 31.
52 Vgl. Ratio institutionis vitae
carmelitanae 2000 / Ausbildung im Karmel: ein Weg der Umformung, Nr. 4,
vgl. Konstitutionen des Karmelitenordens 1995, Nr. 14.
53 Vgl. Messbuch Eigenfeiern des Ordens
der Beschuhten Karmeliten, Tagesgebet der Messe vom 16. Juli, dem Hochfest der
seligen Jungfrau Maria vom Berge Karmel.
54 Vgl. Johannes Paul II., Brief an
den Orden: Ho appreso con gioia/ Mit Freude habe ich erfahren,
3.
55 Vgl. 2. Vat. Konzil, Dekret über
das Laienapostolat: Apostolicam Actuositatem, 4; Johannes Paul II., Nachsynodales
Apostolisches Schreiben über die Berufung und Sendung der Laien in Kirche
und Welt: Christifideles laici, 32.
60 Vgl. 2. Vat. Konzil, Dekret über
das Laienapostolat: Apostolicam Actuositatem, 4.
61 Vgl. Johannes Paul II., Enzyklika
Redemptoris missio, 40.
62 Vgl. B. M. Xiberta, Amando se
constringit amari, in: Charlas a las contemplativas, 33, Barcelona,
1967, S. 195; Amando si fa amare, in: I trionfi de della Bruna,
Juni 1951, S. 5-6.
63 B. M. Xiberta, Charlas a las
contemplativas, 4, Barcelona, 1967, S. 15.
67 Titus Brandsma, Notizen für
Exerzitien, in: S. Scapin, Nella notte la libertà. Tito Brandsma
giornalista martire a Dachau con una antologia dei suoi scritti, Roma 1985,
S. 198.
68 Vgl. Johannes Paul II., Brief an
den Orden: Ho appreso con gioia/ Mit Freude habe ich erfahren,
3.
69 Vgl. 2. Vat. Konzil, Dekret über
Dienst und Leben der Priester: Presbyterorum ordinis, 5.
70 Vgl. Messbuch Marienmessen. Sammlung
von Formularen für das liturgische Jahr: Einführung Nr. 17.
71Mt 6,6; vgl. Konstitutionen
des Karmelitenordens 1995, Nr. 77.
74 Pius XII., Brief an den Orden: Neminem
profecto latet.
75 Johannes Paul II., Brief an den
Orden: Il provvidenziale evento / Das providenzielle Gnadenereignis,
5.
76 Johannes Paul II., Brief an den
Orden: Il provvidenziale evento / Das providenzielle Gnadenereignis,
5.
77 Vgl. Konstitutionen des Karmelitenordens
1995, Nr. 86; Paul VI., Apostolisches Schreiben: Marialis cultus,
45; Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben: Rosarium Virginis Mariae,
5; 10.
78 Vgl. J. Chalmers, Brief an die Karmelitanische
Familie: In das Land des Karmel, Nr. 47.
79 Vgl. Johannes Paul II., Nachsynodales
Apostolisches Schreiben über die Berufung und Sendung der Laien in Kirche
und Welt: Christifideles laici,32-44; Johannes Paul II., Enzyklika
Redemptoris missio, 71-72; Johannes Paul II., Nachsynodales apostolisches
Schreiben über das geweihte Leben und seine Sendung in Kirche und Welt:
Vita consecrata, 54-56.
80 Vgl. 2. Vat. Konzil, Dekret über
das Laienapostolat: Apostolicam Actuositatem, 2.
81 Vgl. J. Chalmers, Brief an die Karmelitanische
Familie: In das Land des Karmel, Nr. 46.
82 Heilige Therese vom Kinde Jesu und
vom heiligsten Antlitz, Manuskript B Brief an Schwester Maria vom heiligsten
Herzen Jesu, 254.
83 Vgl. 2. Vat. Konzil, Dogmatische
Konstitution über die Kirche: Lumen gentium, 31; Johannes Paul II.,
Nachsynodales Apostolisches Schreiben über die Berufung und Sendung der
Laien in Kirche und Welt: Christifideles laici, 15.
84 Vgl. Johannes Paul II., Nachsynodales
Apostolisches Schreiben über die Berufung und Sendung der Laien in Kirche
und Welt: Christifideles laici, 42.
85 Vgl. hl. Maria Magdalena de’
Pazzi, Rinovatione della Chiesa (Tutte le opere, VII), 34, 82.
86Eph 1,6.12.14.; vgl. auch
Fußnote 34: das Motto der sel. Elisabeth von der Dreifaltigkeit.
87 Vgl. 2. Vat. Konzil, Dekret über
das Laienapostolat: Apostolicam actuositatem, 6.