Die Oberdeutsche Provinz der Karmeliten engagiert sich auch in der Glaubensverkündigung
und Sozialarbeit über den deutschen Sprachraum hinaus in zwei anderen Teilen
unserer Erde:
Provinzkommissariat Brasilien
eit
über 40 Jahren arbeiten deutsche und brasilianische
Brüder vor allem im Süden und Norden des Landes.
Fünf Konvente mit angegliederten Pfarreien gehören
zum Kommissariat. In ihrem Engagement in Basisgemeinden,
in Projekten für Straßenkinder und der Begleitung
vor allem junger Menschen suchen sie "die Einheit
von Leben und Glaube". In Mato Crosso do Sul,
wo ein Karmelit als Bischof arbeitet, entstanden
gute Verbindungen zur Urbevölkerung der Indianer.
Ein neues Aufgabenfeld hat die Gemeinschaft im Einsatz
für Menschen im Amazonasgebiet gefunden. Zur Zeit
zählt das brasilianische Kommissariat 40 Mitbrüder.
Durch das neue Projekt "MissionarIn
auf Zeit" haben junge Leute die Gelegenheit,
für eine bestimmte Zeit bei konkreten Projekten
mitzuarbeiten.
Besondere Projekte in Brasilien neben Seelsorge und Ausbildung:
Projekt für Straßenkinder in Dourados
Vor einigen Jahren initiierte unser Mitbruder Bischof Albert Först in seiner Bischofsstadt Dourados ein Projekt für Straßenkinder. Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen vor allem Programme zur Prävention durch.
Casa do Servo Sofredor in Curitiba
Unser Mitbruder Frei Chico kümmert sich in einem Projekt in Curitiba um Drogen- und Alkoholkranke sowie Obdachlose. Durch ein Leben in Gemeinschaft und unter medizinischer, psychologischer und seelsorglicher Begleitung wird ihnen bei der Rückkehr in ein Leben in der Gesellschaft geholfen.
nfang der 70er Jahre hat die Provinz ein neues missionarisches Projekt in Indien
begonnen. Junge Inder aus Kerala (Südindien) wurden nach längerer Vorbereitungs-
und Probezeit nach Deutschland geholt, absolvierten in Bamberg das Noviziat
und studierten ab 1975 an der Bamberger Universität. 1981 konnte der erste indische
Mitbruder der Oberdeutschen Provinz zum Priester geweiht werden. Ein Jahr später
(1982) folgte die kanonische Errichtung des ersten Konventes in Karukadam, dem
ein Seminar angegliedert ist. 1993 wurde ein eigenes Provinzkommissariat in
Indien gegründet, zu dem inzwischen über 80 Mitbrüder gehören.
In einem tiefreligiösen Land, in dem es nur eine Minderheit von 2% Christen
gibt, ist der Dialog mit den großen Religionen Indiens gefragt und fordert die
Brüder zu neuen Wegen christlichen Lebens heraus. Neben der Bildungsarbeit für
junge Menschen stehen die vielfältigen sozialen Aufgaben im Mittelpunkt.
Im Jahre 2000 wurde eine Neugründung in Kenia begonnen.
Besondere Projekte in Indien und Afrika neben Seelsorge und Ausbildung
Schulprojekt in Andhra Pradesh
Unserer indischen Mitbrüder widmen sich neben ihrer seelsorglichen Arbeit
dem Aufbau einer Schule in Kosigi im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh. In
einer sehr armen Gegend Indiens verbessern sie durch die Ermöglichung einer
Schulausbildung die Zukunftschancen der Kinder, besonders der Mädchen.
Von den insgesamt ca. 400 Kindern kommen 300 Kinder aus den umliegenden Dörfern
in die Schule. Alle Kinder erhalten während der Schulzeit auch eine Mahlzeit.
In der letzten Zeit kam eine neue Herausforderung auf unsere Mitbrüder
in Kosigi hinzu. Zusätzlich haben jetzt auch ca. 100 Waisenkinder bei ihnen
Zuflucht gefunden und leben auf dem Schulgelände in Kosigi. Diese Kinder
sind ehemalige Straßenkinder, die von ihren Eltern zur Kinderarbeit verkauft
wurden und teilweise von den Mitbrüdern aus dieser Situation freigekauft
worden sind. Auch denjenigen, die wissen wer ihre Eltern sind, ist eine Rückkehr
zu ihnen unmöglich. In der Schule haben sie nun eine Heimat und eine neue
Chance für ihr Leben gefunden.
Neugründung des Provinzkommissariates Indien in Kenia
Seit Mitte des Jahres 2000 leben und arbeiten Mitbrüder aus Indien in Nairobi
in Kenia. Unterstütz werden sie von zwei kenianischen Karmeliten, die in
Spanien ihre Ausbildung erhielten. Die Mitbrüder arbeiten in der Pfarrseelsorge
in der Diözese Ngong nicht weit von Nairobi und betreuen eine Gruppe von
ca. 400 engagierten Laien des Karmel. Für die Aufnahme und Ausbildung von
Kenianern im Orden wurde ein Ausbildungshaus gebaut, das im Juni 2005 eingeweiht
wurde.
Wenn Sie sich für unsere Missionarbeit interessieren oder
Informationen wünschen, können Sie diese anfordern unter folgender E-Mail-Adresse: prov.gers@carmelnet.org