Startseite

Impressum
Design: theoVision

  
Oberdeutsche Provinz Niederdeutsche Provinz Aktuelles Monasticon Berufungspastoral Ausbildung Karmelgemeinschaft Theresianum Karmeliten International Kontakt Links Gästebuch Wir beten für Sie
 Überblick
 Ordensregel
 Einführung in die Karmelregel
 Grundlagen der Karmelspiritualität
 Ordensgeschichte
 Kernsätze
 Flos Carmeli
 Texte
 Karmelkontakt
 Heiligenkalender
•Frater A. Ehrlich
 Überblick
 Der äußere Lebenslauf
 Hoffnung auf eine Seligsprechung
 Das Fundament seines Lebens
 Das Ziel seines Lebens
 Das Motiv seines Lebens
 Das Alltägliche seines Lebens
•Sein gottinniges Leben
•Ein zeitgemäßes Vorbild
 Literatur

Sein gottinniges Leben

Für Frater Alois gibt es nicht wenige Zeugen, die mitteilen, welchen Eindruck sie bei Begegnungen mit ihm gewonnen haben. An erster Stelle wird seine Bescheidenheit und Freundlichkeit hervorgehoben. Hier einige Aussagen: Er war "immer freundlich, ernst und erbau­lich". "Wenn man mit ihm sprach, hörte er bescheiden zu und ant­wortete dann ruhig und ebenso bescheiden". Ein herzlich gespen­detes "Vergelts Gott quittierte er in schlichter, freundlicher Zustim­mung mit "Segne's Gott!". Als Student "schaute ich mit großer Be­wunderung zu ihm auf, weil er uns Studenten immer mit der größten Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft begegnete". Er "hörte meinen Wunsch an und erklärte immer mit großer Freundlichkeit seinen Helferwillen".

Ein Mitbruder, der ihn im Krankenhaus besuchte: "So freundlich und doch voll heiligen Ernstes seine Worte". Man muss "die Bescheiden­heit bewundern, mit der er sich unbemerkbar zu machen wusste". "Er war trotz seines Alters immer fleißig und freundlich und es war ihm nichts zu viel". In einem Brief an den Vizepostulator Pater Thaddäus ist zu lesen: "Liebe Bekannte, die Br. Alois noch persön­lich kannten, sagten mir, dass er die Liebenswürdigkeit selbst gewe­sen sei". "Trotz seines leidenden Zustandes, der vielfach qualvolle Schmer­zen mit sich brachte, war Frater Alois immer der Bruder Immerfroh. Aus seinen stets heiteren Mienen, seinem gewinnenden Lächeln strahlte die Schönheit seiner ganz Gott zugewandten Seele".

Damit ist erahnt und angedeutet, welch innige Gottverbundenheit Frater Alois besaß. Frater Konrad, der lange Zeit an seiner Seite arbeitete, bekennt: "In seiner Nähe fühlte man die Gegenwart Got­tes, in welcher er stets lebte und wandelte. Opfernd und schweigend ging er auch in die Leidensschule unseres Gekreuzigten". Nach einem Besuch des im Krankenhaus liegenden Mitbruders bekennt P. Andreas: "Friedlich, vollkommen gottergeben und gesammelt in Gott schien er mir da". Ein Weltgeistlicher, der längere Zeit Gast des Bamberger Klosters war, spricht dem Frater Alois zu: "Gottinnigkeit.
Ruhe und verklärter Friede waren über sein ganzes Gehaben hin, besonders in seinen Gesichtszügen sichtbar hervortretend. ... Adel der Gotteskindschaft. Sein Benehmen war verfeinert, edel, würdig, - aber alles natürlich. Er ließ sich auch in seiner äußeren Haltung nicht gehen und hatte seine Bewegungen in der Gewalt. Ihm war eben alles Gottesdienst".

Und Msgr. Johann Grellner bezeugt: "Immer und überall, wo ich mit Frater Alois zusammen traf, mit ihm sprach, gewann ich den Ein­druck, dass sich unter seinem bescheide­nen Äußern und seiner ständigen Sammlung ein überreiches Innenleben, eine außerge­wöhnliche Liebesvereinigung mit Gott verbargen"..."Frater Alois war ein Ordensmann, an dessen Worten, an dessen ganzer Gesinnung, seiner Haltung, man sich erbaute und dessen Opferbereitschaft zum Ertragen seines schweren Leidens wirklich ans Heroische grenzte. Wenn man mit ihm zusammen war, war man tiefst beeindruckt von diesem Manne und verließ ihn mit den besten Vorsätzen zur eigenen Lebensbesserung". Das Zeugnis zweier Schwestern, die im Bräuhaus der Karmeliten wohnten und oft in Kontakt mit Frater Alois kamen, gipfelt in dem Eindruck: Er "war ein Mann nach dem Herzen Gottes, voll heiliger Liebesglut, der sich verzehrte im Dienste seines Herrn und Meisters und der sich seinem lb.Karmelitenkloster mit ganzer Kraft und edler Hingabe weihte".

In vielen Zeugnissen wird Frater Alois als heiligmäßig oder kurzweg als "Heiliger" bezeichnet. Dieser Meinung waren auch seine eigenen Mitbrüder. Sie hielten ihn als reif für den Himmel. Dem Frater Hilarius lag bei einem Besuch der Schreinerei die Bitte auf den Lippen: "Frater Alois, wenn Sie einmal im Himmel sind, dann legen Sie ein Wörtchen Fürsprache für mich ein", er wagte es aber nicht, die Bitte auszusprechen. "Man sprach von ihm mit großer Hochach­tung, man hielt ihn für einen heiligen Mitbruder; die Mitbrüder hielt er für besser als sich selbst". P.Marianus schreibt: "Am 2.März 1936 nahm ich ihn [Frater Alois] auf meine Primiz mit, weil ich dachte, der liebe Herrgott werde um seinet­willen mit etwas mehr Wohlgefallen auf die Primiz herabsehen können". P.Thaddäus erinnert sich: "Als Kleriker hielten wir ihn für einen wirklichen Heiligen, an dem wir nichts auszusetzen fanden". Und Frater Heinrich, der ein Mitarbeiter des Fraters Alois war, sagte einmal: "Wenn der kein Heiliger wird, dann wirds überhaupt keiner".

Außenstehende waren ebenfalls von der Heiligmäßigkeit des Fra­ters Alois überzeugt. Erzbischof Joseph Otto Kolb, der persönlich an der Umbettung unseres Mitbruders beteiligt war, nennt ihn einen "im Rufe der Heiligkeit verstorbenen Bruder des Karmelitenkonvents in Bamberg". Ein Weltgeistlicher, der Frater Alois erlebt und gut ge­kannt hat, sagt zu seiner Seligsprechung "vere dignum et iustum est". Ordensschwestern berichten: "Frau Oberin Bonifatia, die ihn auch sonst [nicht nur bei seinen Arbeiten] recht kritisch beobachtete, äußerte im Konvent: Dieser Karmelitenbruder Alois ist ein Heiliger. Ich glaube bestimmt, dass er einmal heilig gesprochen wird. Eine Schwester verwahrte in einer gewissen Vorahnung einen von ihm benutzten Gegenstand ehrfürchtig. Jetzt bedeutet ihr dieser eine Reliquie". Eine fern Verwandte schreibt: "Frater Ehrlich haben wir noch gekannt, bei seinen Besuchen hier kam er immer zu unserm Vater, der ihn uns damals schon als Heiligen bezeichnete". Eine andere Verwandte: "Ich zähle ihn ja längst zu den Heiligen des Himmels, Wunder kann ich gerade nicht beweisen". Viktoria Fritzen­wanger aus Reichenhall bezeugt: "Wenn ich ihn dann nach getaner Arbeit im Chorstuhl knien sah im Gebet, dachte ich mir immer: So kann nur ein Heiliger beten, - was ich auch des öfteren mit meinem Manne besprach". Ein Ehepaar lernt Frater Alois kennen, nach dem Verlassen der Schreinerei sagt der Ehemann spontan: "Wir sind einem Heiligen begegnet". Ähnlich hat sich einmal ein in der Nachbarschaft des Klosters wohnender Protestant geäußert: "So wie Frater Alois ist, stelle ich mir die Heiligen vor". Und ein Oberlehrer, der Bruder Alois kannte und beobachten konnte, sagte gelegentlich zu P.Anastas: "Ihr werdet sehen, der wird einal heilig gesprochen".