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Kernsätze

  

Gott ist uns so nah. Alles was da ist, hat sein Dasein durch sein Wirken und in seiner Gegenwart. ... Wir müssen ihn erspüren und von unseren Ahnen die Innigkeit lernen, in der sie ganz vertraut mit ihm umgingen, mit ihm sprachen und auf ihn hörten. Das Leben sieht dann ganz anders aus.

Titus Brandsma

  
 

Beten ist nichts anderes als: wissen und spüren, dass man in Gottes Gegenwart ist, dass man sein Inneres unempfänglich macht gegen alles, was von außen herantritt, und sich hingibt an die göttliche Liebe!

Lorenz von der Auferstehung

 
 

Wir leben viel zu viel unser eigenes Leben und denken viel zu wenig daran, wie wir durch Gott miteinander und alle zusammen mit ihm vereint sind. Wir dürfen uns von niemandem in der Liebe übertreffen lassen. Wir müssen vielmehr darauf bedacht sein, unserem Mitmenschen zu helfen. Unsere Gegenwart, wo wir auch sind, soll für die Menschen eine Lust, ein Fest, ein Trost sein.

Titus Brandsma

 
 

Es ist ein weiter Weg von der Selbstzufriedenheit eines „guten Katholiken“, der „seine Pflichten erfüllt“, eine „gute Zeitung“ liest, „richtig wählt“ usw., im Übrigen aber tut, was ihm beliebt, bis zu einem Leben an Gottes Hand und aus Gottes Hand, in der Einfalt des Kindes und der Demut des Zöllners. Aber wer ihn einmal gegangen ist, wird ihn nicht wieder zurückgehen.

Edith Stein

 
 

Wenn der Mensch Raum schafft ..., dann wird er alsbald leuchtend und Gott gleichgestaltet sein, und es teilt ihm Gott sein übernatürliches Sein derart mit, dass er Gott selbst zu sein scheint und hat, was Gott selbst hat.

Johannes vom Kreuz

 
 

Die Heiligkeit liegt nicht in dieser oder jener Übung, sondern sie ist eine Gesinnung des Herzens, die uns demütig macht und klein in den Armen Gottes, unserer Schwachheit bewusst und bis zur Verwegenheit vertrauend auf seine Vatergüte. ... Mein Weg ist ganz Vertrauen und Liebe, ich verstehe die Seelen nicht, die vor einem so liebevollen Freund Angst haben. ... Ich sehe, dass es genügt, sein Nichts zu erkennen und sich wie ein Kind Gott in die Arme zu werfen.

Thérèse von Lisieux