Ausstattung

Der Hochaltar
Den Entwurf für den prachtvollen Hochaltar, der 1741/42 zwischen dem zweiten und dritten Joch des Chores aufgestellt wurde und mit seinem nach vorne ausbiegenden Hochbau einen eleganten Chorabschluß gewinnt, lieferte der angesehene Passauer Bildhauer Joseph Matthias Götz. Der gewaltige, auf einen hohen Sockel gestellte Aufbau, ein Hauptwerk des Meisters, dominiert mit seiner Architektur im barockisierten Kirchenraum. Seine Wirkung wird noch erhöht und gesteigert durch das Licht, das aus dem dahinterliegenden Chorraum durch die doppelt gestellten Säulen und den durchbrochenen Aufzug einfällt.

Fast bis zur Decke ragt der 21 Meter hohe Altar empor, marmoriert und ausgeziert mit vergoldetem Band- und Rocaillewerk, getragen von hohen Säulen, die das Auge zum Auszug führen, zur Dreifaltigkeit in der Glorie des Himmels.
Zwischen den Säulen auf der Evangelienseite (links) sind die doppeltlebensgroße Figur des von den Karmeliten als Ordensvater verehrten Propheten Elias (mit Feuerschwert als Zeichen seines Eifers für den Herrn) und rechts die Figur des Propheten Eliseus (mit Ölkrug zur Erinnerung an seine wunderbare Ölvermehrung, 2 Kg 4) zu sehen.
Auf der Epistelseite (rechts) stehen links Papst Telesphorus (Kelch mit drei Hostien wegen der Einführung der drei Weihnachtsmessen) und Papst Dionysius (rechts), beide wegen ihres früheren Lebens als Eremiten im Ordenskleid der Karmeliten.
Auf dem Gebälk (links oben) der Ordensmartyrer Angelus (von zwei Schwertern getroffen) und auf der anderen Seite der hl. Albertus von Sizilien (mit Jesuskind und Buch). Insgesamt schmücken 56 Engel den Hochaltar. Manche bieten zum Zeichen ihrer Anbetung geflügelte Flammenherzen dar. Als Nachfolger von Joseph Matthias Götz dürfte der Bildhauer Joseph Deutschmann einen Teil der vielen vergoldeten Figuren geschaffen haben. Die geschnitzte Darstellung von Gottvater und Christus im Licht der Glorie ist auf das großartige Altargemälde bezogen.

Altarblatt
Das Altarbild zeigt die Aussendung des Hl. Geistes, ergänzt zu einer Dreifaltigkeitsdarstellung. Mehrere (erhaltene) Entwürfe gingen diesem riesigen Altarblatt voraus, das Michelangelo Unterberger im Jahre 1741 in dreimonatiger Arbeit im Kloster für 700 Gulden schuf. Es zählt zu den wichtigsten Arbeiten des späteren Wiener Akademiedirektors. Das bewundernswert durchkomponierte Bild zeichnet sich durch eine virtuose, zentralperspektivische Anordnung des tempelartigen Innenraumes mit rückwärtiger Rotunde aus. Maria kniet inmitten der Apostel, der Urgemeinde der Christenheit. Die souverän gehandhabte Lichtführung ist beachtenswert: vom dunklen Rand her hellt sich die Farbge­bung auf bis zum Weiß im Gewande Mariens. Weiß gehalten ist auch das Tuch, das den Betstuhl deckt. Die Lichtquelle liegt in der Gloriole der Taube des Hl. Geistes darüber, der das Sprachwunder in Gestalt von feurigen Zungen bewirkt. Mit der gelungenen Architektur des Hochaltares gewinnt diese an weiterer illusionsräumlicher Tiefe.

Tabernakel
Der freistehende Tabernakel mit dem Altartisch, weich in das Halbrund des Altaraufbaus eingefügt und überreich mit versilberten Schnitzfigu­ren ausgestattet, gilt als eine Glanzleistung von Joseph Matthias Götz. "Der Tabernakel ist ein Prunkstück, dem wenig Gleichwertiges in der süddeutschen Holzplastik der gleichen Zeit zur Seite steht." (R. Guby)

Neuer Zelebrationsaltar, Ambo und Sedilien
wurden 1993 von Friedrich Schwarzl aus Bamberg entworfen und in geschliffenem Messing ausgeführt. Sie sind mit halbplastischen, in Kupferblech getriebenen und versilberten Figuren ausgestattet, die Heilige und Selige aus dem Karmelitenor­den vorstellen: an der Vorderseite des Altars der Martyrer P. Titus Brandsma und Sr. Benedicta a Cruce (Edith Stein), beide 1942 im KZ ermordet. An der Rückseite Theresia von Avila und Johannes vom hl. Samson, in der gewölbten Front des Ambo der hl. Johannes vom Kreuz. Die Frontplatte des Altars birgt eine Reliquie des seligen Priesters Adolph Kolping.

Betchor
Hinter dem Hochaltar befindet sich auf einer Empore ein aus Eichenholz gefertigter Psallierchor mit 25 Stallen sowie zwölf Sitzen davor. Von den 25 Feldern der Rückwand sind 15 mit Reliefs aus hellem Lindenholz ausgefüllt, die Maria in ihren Vorbildern (links aus dem AT) und in ihrem Leben (rechts NT) verherrlichen. In der Mitte vor dem Chorgestühl erhebt sich ein fast sechs Meter hoher Choraltar. Sein ikonologisches Thema ist die Schöpfung, Erlösung und Heiligung der Welt durch die hl. Dreifaltigkeit . Die vier Evangelisten tragen auf ihren Schultern die Weltkugel, auf der Gott Vater thront. Zu seinen Füßen schwebt der Heilige Geist, zwischen den beiden vorderen Aposteln steht das Kreuz des Erlösers, flankiert von zwei Engeln. Der akademische Bildhauer Georg Schreiner aus Regensburg schuf dieses Werk nach dem Vorbild des Bronzegusses von Girolamo Campagna (gest. nach 1626) in San Giorgio Maggiore (Venedig) "in italienischer Renaissance" aus Lindenholz geschnitzt und bronziert zusammen mit dem Chorgestühl im Jahre 1902.

Seitenaltäre
Die beiden stattlichen Frontseitenaltäre gehören ebensowenig wie der pompöse Hochaltar in die Barockisierungszeit (1700/02) der Ordenskir­che. Sie kommen 1740 zwei Jahre vor der Anschaffung des Hochaltars zur Aufstellung, in Entwurf und figürlicher Ausstattung ebenfalls aus der Werkstatt von Joseph Matthias Götz aus St. Nikola bei Passau. Mit ihren jeweils vier Säulen, die inneren sind dabei vorgestellt, erzielen die Aufbauten eine wirksame Perspektive.

Skapulier- oder Nessel-Altar
Der Altar entspricht in seiner Konzeption und Ausstattung dem Hochaltaraufbau, freilich etwas schmäler und weniger figuren­reich (14 Engelfiguren). Neben den Schreinermeistern Joseph Bauer, Anton Abele und Joseph Deutschmann, die auch am Hochaltar beteiligt sind, wird noch der Klosterschreiner Modestus a S. Stephano (Mathias Freundlich aus Ernstein/Elsaß) beigezogen. Wie am Hochaltar stammen Fassung und Vergol­dung von dem Straubinger Sebastian Zierer. Den Gold- und Silberdekor für den Kupfertabernakel verfertigt 1746 der Augsburger Goldschmied Franz Christoph Mödel. Die Schnitzfiguren zwischen den Freisäulen stellen die Karmelheiligen Cyrillus von Alexandrien (Bekenner und Kirchenlehrer) und Andreas Corsini (Bekenner und Bischof) dar.
Das Altarblatt zeigt die Überreichung des Skapuliers (ein Schutzkleid) - "Privilegium cunctis Carmelitis. Signum salutis. Salus in periculis. Signum pacti et foederis sempiter(ni)." (Vorrecht für alle Karmeliten. Zeichen des Heils. Heil in Gefahren. Zeichen eines ewigen Bundes.) - durch Maria an den Ordensgeneral Simon Stock. Es ist in Größe und Format verändert vom Vorgängeraltar übernommen. Als Maler wird der Karmelit P. Alphons a. S. Angelo (Elshout, geb. 1628 in Brüssel) genannt, der es 1656 in Bamberg für den Skapulieraltar schuf.
Unter dem Einfluß der flandrischen Schule entstanden, lassen sich einige Inhalte, Figuren und Formen auf Peter Paul Rubens, andere auf Werke der italienischen Renais­sance (insbes. Raffael und Botticelli) zurückführen. Zwei Engel aus der Puttengruppe mit der Schrifttafel sind ganz dem Altarbild von Rubens "Verherr­lichung der Eucharistie" (Antwerpen) entnommen, die Begleitfigur neben Maria seiner "Himmelfahrt Mariens" (St. Petersburg und London). Raffaels "St. Cecilia" (Bologna) liefert das Kompositionsschema mit der halbkreisförmigen Anordnung der Figuren, seine "Disputa" bzw. "Schule von Athen" (Rom) Typus und Haltung Mariens sowie der Assistenzfiguren. Als Schöpfer des Auszugsbil­des "Ausfertigung der Bulla Sabbatina" (das Samstagsprivileg für alle Skapu­lierträger: Befreiung aus dem Fegfeuer am Samstag nach dem Tode) vermutet man Egid Quirin Asam. Das Gnadenbild "Maria von den Nesseln" im barocken Silberschrein wurde 1661 von Heilbronn nach Straubing übertragen. Vermutlich handelt es sich um eine Arbeit aus der Mitte des 16. Jhs. als Ersatz für jenes Vesperbild, das man 1442 in den Nesseln an der Stadtmauer von Heilbronn fand und zu dessen Betreuung dort Kloster und Kirche der Karmeliten entstanden. Neben der Überführung des Gnadenbildes 1661 wurden vor allem die Säkularfeiern 1761 und 1961 prächtig begangen.

Sebastianialtar
Der Altar wurde im Mai/Juni 1740 zusammen mit dem Skapulieraltar aufgestellt, aufeinander abgestimmt und geschaffen von den gleichen Meistern. Joseph Matthias Götz schnitzte die zwei Figuren zwischen den beiden Freisäulen, die Karmelheiligen Petrus Thomas (Martyrer, links) und Brocardus (Bekenner, rechts). Joseph Deutschmann "arbeitete als Gesell dabei". Die Vergoldung besorgte Sebastian Zierer aus Straubing. Das Altar­blatt, 1660 von dem Straubinger Maler Johann Kröner gemalt und vom Vorgängeraltar übernommen, zeigt das Martyrium des hl. Sebastian als Pestpatron inmitten einer schneebedeckten Winterlandschaft (Gedenktag am 20. Januar), die in der Bildmitte eine Stadtvedute vom dunklen Himmel trennt. Über Sebastian schweben zwei Engel mit dem Schriftband: Eris in peste patronus (Du wirst der Pestpatron sein.).
Am linken Bildrand schießen Soldaten, darunter ein exotisch gekleideter Mohr mit Federkrone, aus einem Graben Pfeile auf Sebastian am Marterbaum (Baum des Lebens) ab. Davor reitet ein Marschall in voller Rüstung mit Marschallstab auf geschmücktem Pferd ins Bild. Diese Darstellung mit Sebastian als Typus des fast nackten Kriegers in einer Winterlandschaft darf als singulär gelten. Auf der Kartusche über dem Altarbild ist zu lesen: Tutelari suo, divo Sebastiano, Carmelitae Straubingani struxerunt (Die Straubinger Karmeliten errichteten ihn ihrem Schutzpatron, dem hl. Sebastian.). In das Oberbild, flankiert von Engeln und Kartuschen haltenden Putten, setzte Egid Quirin Asam die Szene des "Noli me tangere": der Auferstandene grüßt Maria Magdalena, die vor ihm auf die Knie gesunken ist, mit den Worten: "Rühr mich nicht an."
Die Madonna im Barocktabernakel, wohl aus der Zeit vor 1400, wurde früher als "Maria Crescens" verehrt. Der Volksglaube meinte, das Kind auf dem Arm Mariens sei über Nacht "gewachsen". Wegen der Winterlandschaft des Altarblattes wurde sie später in "Maria Schnee" umgedeutet.

Arme-Seelen-Altar
Johann Caspar Schneider stiftete den Altar auf Anre­gung der 1692 errichteten Arme-Seelen-Bruderschaft. Da der Stifter ursprüng­lich einen Dreikönigsaltar (Weihe 1693) mit Erbbegräbnis plante, stellt das Oberbild (unbekannter Meister) die Anbetung der Hl. Drei Könige dar. 1755 wird der Altar von dem Bildhauer Anton Keller (1718-1781) aus Straubing, ~lern Schreiner Anton Abele und dem Faßmaler Sebastian Zierer umgestaltet. Über den seitlichen Kämpfern sitzen auf der Volute Wappen haltende Engel (rechts Stifterwappen), auf der linken Seite die Muttergottes als Fürsprecherin der Armen Seelen. Die flankierenden Heiligenfiguren Joseph und Barbara, Patrone für eine gute Sterbestunde, stammen wie auch die Ornamentik von Anton Keller. Das Altarblatt (Muttergottes mit Kind über Fegefeuer) schuf 1913 Waldemar Kolmsperger junior aus München. Im schlichten Tabernakel steht ein Heiland an der Geißelsäule. Die Dreispitze mit den Skapulierreliquien wurden 1958 vom Nesselaltar hierher übertragen.

Anna-Altar
Nach dem Wappenbild stiftete (1656) Kaspar Furtner den Altar, der 1660 zu Ehren der hl. Anna, des hl. Joachim und des Namens Jesu geweiht wurde. 1755 gestalteten der Schreinermeister Anton Abele und der Bildhauer Anton Keller das Retabel nach dem gleichen Konzept wie beim Arme-Seelen­Altar um. Beide Altäre füllen die Nischen zwischen den Pfeilern aus. Ihren quadratisch angelegten Aufbau rahmen zwei glatte Säulen. Im Gegensatz zur ruhigen Sockelzone fallen die geschweiften und reichprofilierten Gesimse darüber aus dem Rahmen. Die Voluten darauf wirken verbindend zum Oberbild, das von Pilastern gerahmt wird. Den Engeln von Anton Keller fehlt eine natürliche Lebendigkeit. Handlungsarm, mehr dekorativ als aussagekräftig wirken die Schnitzfiguren, Johannes der Täufer (links), Johannes der Evange­list (rechts). Von Sebastian Zierer, der den Altar faßte, stammen das Altarbild: Hl. Familie (Joachim, Anna, Maria) sowie das Auszugsbild: Gottvater. Im Tabernakel steht der hl. Leonhard.

Josephi-Altar
Der Goldschmied Caspar Wixner stiftete 1705 Kapelle und Altar, die unmittelbar nach der Barockisierung der Kirche von den Stukkateuren Giovanni Battista Carlone und Paolo d'Aglio ganz in Stuckmarmor errichtet wurden. Das Wappen über dem Altarblatt, flankiert von den zwei allegorischen Figuren Glaube (Szepter und Gottesauge) und Hoffnung (Anker), trägt den Namen des Pfarrers Somerpey, der zur weiteren Ausstattung des Altares maßgeblich beitrug. Das Altarblatt, 1703 von dem Münchner Künstler Andreas Wolff gemalt, präsentiert die von Engeln umgebene Hl. Familie mit Maria, Joseph und Christus, darüber Gottvater und die Heiliggeisttaube. Ein Engel hält Jesus eine Bittschrift "von allen angstbetrübten Hertzen" entgegen. Die seitlichen Schnitzfiguren stellen Joachim und Anna dar, stammen wahrschein­lich von dem hervorragenden Eifenbeinschnitzer und Bildhauer Hans Georg Fux (1693-1706 in Straubing tätig). Die Heiligenbüsten stellen die Karmelbi­schöfe Andreas Corsini und Serapion vor. Das Herz-Jesu-Bild, Kopie eines Barockbildes im Kloster, malte der Regensburger Künstler Weininger (1943).

Theresien-Altar
Die genannten Stukkateure schufen ihn in derselben Anlage wie den Josephi-Altar ebenfalls im Jahre 1705 aus Stuckmarmor. Das Wappen über dem Altarbild, flankiert von den Figuren der Liebe (Kind) und der Sanftmut (Lamm), spricht von dem Sponsor Pfarrer Somerpey. Das Altarblatt: Christus mit der hl. Theresia von Avila (Leitspruch: aut pati aut mori (leiden oder sterben), mit den Attributen Pfeil und Taube) und der hl. Maria Magdalena de Pazzi (non mori, sed pati (nicht sterben, sondern leiden), mit dem Attribut Dornenkrone in Hand Christi), gelehrten Mystikerinnen aus dem Karmelitenor­den, malte Andreas Wolff, signiert 1702. Die Leidenswerkzeuge symbolisieren, daß die beiden Ordensfrauen in ihrer Mystik mit dem leidenden Herrn ganz konform geworden sind. Die beiden Seitenfiguren, Paolo d'Aglio zugeschrie­ben, stellen Selige des Ordens dar: Johanna von Toulouse und Franziska von Amboise, die Büsten die Karmelheiligen Angelus (Martyrer, links) und Albertus von Sizilien (Bekenner, rechts). Das Gemälde der 1925 heiliggesprochenen Karmeliterin Theresia vom Kinde Jesu (1873-1897), die nach ihrem Tod einen "Rosenregen" über die Erde versprach, stammt aus der Zeit um 1940.

Kanzel
Als letztes großes Werk der barocken Umgestaltung erhielt die Kirche 1756/1757 eine neue Kanzel. Sie gilt unter den Kanzeln des 18. Jhs. als ein hervorragendes Gemeinschaftswerk dreier Künstler, die kurz vorher zwei Altäre in der Kirche aufgestellt haben: Schreiner Anton Abele, Bildhauer Anton Keller und Faßmaler Sebastian Zierer. Adolf Feulner zieht es in seinem Buch "Bayerisches Rokoko" (1923) sogar der bedeutenderen Myrowsky-Obermayr-­Kanzel (1752) in der Basilika St. Jakob vor, die den Künstlern als Vorbild diente. Nach dem im Barock üblich gewordenen Bauschema gliedern vier reichprofi­lierte Pilaster den mächtigen Kanzelkorb in drei geschwungene Felder, zwei schmälere seitwärts, ein breiteres auf der Stirnseite. Da die Ausführung großenteils auf figürlichen Schmuck verzichtet, sind die Flächen am Korpus, den geschweiften Stiegenwänden und am Schalldeckei mit geradezu üppigem, phantasievoll figuriertem Muschelwerk überzogen, das "sich auf verschlunge­nen C-Schwingungen zu bewegten Organismen verbindet" (K. Tyroller). Trotzdem bleibt dahinter der architektonische Bau der Kanzel dominierend, Voluten führen zum abschließenden Knauf, in dem Engelköpfchen mit Flügeln und Wolken ineinanderwachsen. Ausgreifend und lebendig züngelnde Rocailleformen sitzen locker auf dem Schalldeckel, der den Schwung der Brüstung in einem ausladendem Gesims wiederholt. Die mit Kartusche und Draperien verzierte Rück­wand der Kanzel flankieren zwei Engelchen, von denen das eine die eherne Schlange (AT), das andere ein Kreuz (NT) hält. Die Lebendigkeit, Phantasie und Fülle der Orna­mentik erreicht Anton Keller bei seinen Sta­tuen nicht. Wie in allen Karmelitenkirchen bekrönt die Figur des Propheten Elias, aus­gestattet mit Flammenschwert und Buch, den Schalldeckel.