Das Äußere

Das äußere Erscheinungsbild des Backsteinbaus, einer Bettel­ordenskirche entsprechend schmucklos gehalten, aber keineswegs einförmig, offenbart seine Rhythmik im Wechsel absatzloser Strebepfeiler und rundbogig abschließender dreibahniger Fenster.
Der kleine Dachreiter kennzeichnet die Grenze von Chor und Langhaus. Unter dem Dach säumt die Kirche ein Friesband, das, 1976 nach alten Resten rekonstruiert, am Chor mit dem typisch altbayerischen Maßwerk bemalt ist. Auf der Südseite des Chors befinden sich niedrige Anbauten und im Süden des Langhauses zwei Portale. Die Baumaßnahmen für den ab 1702 an der verputzten Westfront aufgezogenen Turm leitete der Straubinger Maurermeister Jakob Ruesch.
Die vorgeblendete Fassade entspricht in ihrer dreigeschossigen Gliederung dem Querschnitt des Kircheninneren. Der vorspringende Mittelturm mit dem um 1830 veränderten Hauptportal sowie dem Vorraum im Parterre besitzt drei rechteckig Geschosse mit toskanischen Pilastern. Sein Glockengeschoß ist oktogona ionischen Knickpilastern und profiliertem Gebälkkranz ausgeführt. 1710 vollen­dete der Spenglermeister Anton Hinterlohner die Eindeckung des Turmes, die nach 1860 statt der ursprünglichen barocken Kuppel mit einem stilwidrigen achtseitigen kupfergedeckten Spitzhelm ersetzt wurde.

Inneres

Wer die Kirche durch den westlichen Vorraum im Turm betritt, ist schon auf den ersten Blick von den steilen Proportionen der dreischiffigen Hallenanlage beeindruckt. Mit der Vorhalle, in die die Empore eingebaut ist, umfaßt sie sechs Joche. Das Mittelschiff ist mit 24,60 m 2,6mal so hoch wie breit und mit 9,50 m doppelt so breit wie die Seitenschiffe. Zehn schlanke, gliedernde Strebepfeiler tragen die mit einfachen Stuckfeldern überzogene Stichkappentonne (Lattengerüst). Die barocke, abflachende Ummantelung der Pfeiler, unverkennbar zumal als angesetzte Applik, wirkt eigenartig. Sie stehen auf überhöhten runden Postamenten, präsentieren längsgerichtete Schäfte und schließen mit korinthischen Kapitellen und Gebälkstücken. Der Chorbogen leitet über in den einschiffigen Chor in der Breite des Mittelschiffes, mit drei Jochen und Fünfachtelschluß. Den ursprünglichen Tiefenzug bis zur östlichen Chorwand verstellt der schon nach einem Joch halbrund aufgestellte barocke Hochaltar. Er schafft damit den Betchor dahinter und bindet zugleich das zweiachsige Presbyterium wesentlich enger mit dem Langhaus zusammen. In den Seitenschiffen sind je zwei Kapellennischen geschaffen, die mit barocker Ausstattung versehen sind. Die im Südosten angesetzte Kapelle hat ihren gotischen Kern bewahrt. Die bei der Barockisierung veränderten Fenster wurden rund- und stichbogig geschlossen.