02. Februar 2005 - Straubinger Tagblatt
Fastenzeit: Exerzitien im Alltag
Beginn am 09. Februar im Karmelitenkloster
Auch heuer finden in der Fastenzeit im Karmelitenkloster wieder "Exerzitien
im Alltag" statt. Sie beginnen am Abend des Aschermittwochs, 09. Februar,
um 19 Uhr und dauern sechs Wochen. Jede Woche (Wochentag und Uhrzeit werden
am ersten Abend vereinbart) ist ein gemeinsames Treffen, bei dem sich die Teilnehmer(innen)
auch als Gemeinschaft erfahren und Hilfen im gegenseitigen Erfahrungsaustausch
gegeben werden. Dort gibt es auch das Material für jeden Tag der kommenden
Woche. Die "große Arbeit" haben dann die Teilnehmer(innen) täglich
selbst, indem sie sich konsequent "ihre" halbe Stunde Besinnungszeit
nehmen und sich auf den inneren Weg einlassen, den der Heilige Geist sie führen
will. Die Exerzitien bieten eine gute Gelegenheit, die österliche Vorbereitungszeit
sinnvoll zu nützen und sich intensiver mit dem Glauben auseinander zu setzen.
Um normalerweise Exerzitien zu machen fährt man für mehrere Tage an
einen ruhigen, abgeschiedenen Ort, um sein Leben mit all seinen Licht- und Schattenseiten
in den Blick zu nehmen, sich neu zu orientieren und aufzutanken, vor allem aber
auch um die persönliche Beziehung zu Gott zu vertiefen. "Exerzitien
im Alltag" ermöglichen es, am Ort zu bleiben, mitten im Geschehen.
Man muss sich den Raum und die Ruhe suchen und sich auch manchmal gegen "Eindringlinge"
wie Fernsehen, Telefon oder zu viel an Hausarbeit verteidigen. Dies bereitet
anfangs etwas Mühe, doch man kann mitten in seinem alltäglichen Leben
Dinge einüben, also exerzieren, die dann vielleicht sogar zur guten Gewohnheit
werden.
"Exerzitien im Alltag" wollen auch bewusst machen, dass Gott nicht
fern von meinem ganz normalen Leben ist, sondern der Daseiende ist. Um diese
Erfahrung der Gegenwart Gottes geschenkt zu bekommen, muss man nicht Theologie
studiert haben. Es geht nicht um Wissensvermittlung oder Glaubensdiskussionen.
Wegbegleiter bei den "Exerzitien des Alltags" im Karmelitenkloster
Straubing ist Pater Theodor Vreeswijk, bei dem man sich auch unter Telefon 09421/84370
anmelden kann. |