Straubinger Tagblatt – 25.11.2006
Christen in Bethlehem – der Alltag in der Stadt der Weihnachtsbotschaft
Leiblfing: Am kommenden Donnerstag, den 30. Nov.
2006 wird Pater Rainer Fielenbach aus dem Karmelitenkloster Straubing
einen Informationsabend im Pfarrheim Leiblfing anbieten. Der Kath.
Frauenbund Leiblfing und der Pfarrgemeinderat laden dazu herzlich
ein.
Mit der Stadt Bethlehem verbinden nicht wenige, auch Nichtchristen,
die Weihnachtsgeschichte. Dort begann der Weg Jesu mit seiner Botschaft
der Liebe und der Versöhnung, unter ärmlichen Bedingungen.
Nach über 2000 Jahren steht auch heute noch Bethlehem sinnbildlich
für diesen Beginn des Christentums. Auch eine Reisegruppe des
Kath. Frauenbundes besuchte im Frühjahr diesen denkwürdigen
Ort und kann darüber berichten.
Doch heute ist Bethlehem kein Sinnbild für ein friedliches
Leben. Der Konflikt zwischen Palästinenser und Israelis hat
unbeschreibliche Auswirkungen für die Bevölkerung. Die
Israelis haben mit einer 8 m hohen Betonmauer, bzw. einem Hochsicherheitszaun
die gesamte Stadt abgeriegelt. Ausländer scheuen sich darum,
diese Stadt zu besuchen. Für Bethlehem, das bis zum Jahr 2000
überwiegend von Pilgern und Touristen gelebt hat, bedeutet
das eine wirtschaftliche und menschliche Katastrophe. Der Alltag
gestaltet sich für die Familien sehr schwierig. Betroffen sind
auch die Kinder, deren Schul – und Ausbildungssituation.
Pater Rainer Fielenbach von den Karmeliten war erst im Oktober
für eingie Wochen in Bethlehem und versucht durch regelmäßigen
Kontakt, diese Situation nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Ihm liegt daran, mit seinen Ausführungen viel Sensibilität
für das Thema Israel und Palästina zu wecken. Viele beeindruckende
Bilder und Erzählungen zeigen die Situation dort aus heutiger
Sicht. Ganz konkret kann so die politische Debatte um den Nahost-Konflikt
spürbar werden. Alle Interessierte sind dazu herzlich eingeladen.
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